Der Cannstatter Torhüter Boris Tepic wehrte im ersten Spiel der Play-down-Serie zwei Fünfmeter ab. Foto: Günter Bergmann

Der Aufsteiger verpasst in der Play-down-Serie den vorzeitigen Klassenverbleib. Nun geht es nach Duisburg zum Entscheidungsspiel.

Wahrscheinlich wäre am Ende das passiert, was man im Wasserball in solchen Fällen kennt: Der Trainer wäre von seinen Spielern im hohen Bogen ins Becken geworfen worden. Und dann hätte es beim SV Cannstatt vermutlich auch heuer eine ordentlich Party gegeben. Hätte, wäre, wenn. Gekommen ist es an diesem Wochenende anders: Die Neckarstädter haben ihren ersten Matchball zum vorzeitig sicheren Verbleib in der Bundesliga vergeben. Am Samstag noch 16:15-Sieger nach einem dramatischen Fünfmeter-Krimi, unterlagen sie ihrem Play-down-Gegner Duisburger SV im zweiten Duell keine 24 Stunden später an selber Stätte mit 11:13. Damit ist in der Best-of-three-Serie alles wieder ausgeglichen. Entscheiden muss nun ein drittes Spiel am nächsten Sonntag (17 Uhr) – dies dann in Duisburg.

 

„Schade. Aber wer gedacht hatte, dass wir nach unserem Durchmarsch von der dritten in die erste Liga hier ankommen und einfach mal ohne Probleme weiter durchgehen, der verkennt die Gegebenheiten“, sagt der Trainer Djordje Milojkovic. „Wir wussten, dass es kein einfacher Job werden wird.“ Was beruhigen kann: Selbst wenn der Auswärtstrip zum Rhein-Ruhr-Konkurrenten ohne Happy End bleiben sollte, ist noch nicht aller Tage Abend. Gleichwohl der Weg gegen den prompten Wiederabstieg dann ein deutlich beschwerlicherer würde, nämlich mit K.o.-Spielen um Platz sieben voraussichtlich gegen die SG Neukölln Berlin und darauf gegebenenfalls Relegation.

Einstweilen behielten die Cannstatter in einem turbulenten ersten Spiel mit mehrmals wechselnder Führung etwas glücklich die Oberhand. 10:10 stand es nach Ablauf der regulären Zeit, ehe der erst richtige Nervenkitzel begann. Sage und schreibe 16 Fünfmeter brauchte es, um einen Gewinner zu ermitteln. Zwei davon wehrte Boris Tepic, der Torhüter der Gastgeber, ab.

Tags darauf, erkannte Milojkovic, „hat uns dann jedoch die Energie gefehlt“. Beim schnellen Wiedersehen habe sich die individuelle Erfahrung des Gegners durchgesetzt. Der Hauptrunden-Sechste trat mit den Ex-Nationalspielern Ben Reibel und Djordje Tanaskovic sowie dem kroatischen Junioren-WM-Teilnehmer Noa Burburan an.

Bester Cannstatter Torschütze war jeweils der Spanier Sergio Prieto Hernandez – einmal mit fünf Toren, einmal mit drei.