Die Zweitliga-Wasserballer des SSV Esslingen starten unter dem neuen Coach Michel Denneler ins neue Jahr – und haben direkt zwei Heimspiele gegen zwei Top-Teams vor der Brust.
Nach den bewegten Wochen abseits des Beckens – mit dem überraschenden Rücktritt von Coach Miklos Barothy – richtet sich der Blick bei den Wasserballern des SSV Esslingen nun wieder auf das Sportliche. Neu-Coach Michel Denneler, der künftig zusammen mit Co-Trainer Marius Schmitt das SSVE-Trainerteam bildet, freut sich jedenfalls auf das, was kommt.
Und erläutert noch einmal, wie es zu diesem Schritt kam. „Der Verein ist auf mich zugekommen, aber für mich war es klar, dass ich unbedingt Marius mit ins Boot holen wollte, da wir gemeinsam die Trainerlizenz gemacht haben“, erzählt Denneler und ergänzt: „Ich bin froh, dass er sich dazu entschlossen hat, den Job mit mir gemeinsam zu übernehmen. Wir telefonieren fast täglich, kennen die Schwächen und Stärken voneinander und ergänzen uns gut.“ Die „harmonische Aufgabenteilung“ beschreibt Denneler so: „Marius wird im konditionellen Bereich den Hut aufhaben und ich kümmere mich eben um die taktischen sowie technischen Dinge. Wir profitieren voneinander.“
Die Aufgaben sind klar verteilt
Unbekannte sind Denneler und Schmitt in Esslingen keineswegs. Denneler kehrte nach seinen Stationen als Spieler bei den WF Spandau 04 und dem SV Ludwigsburg vor einem Jahr nach Esslingen zurück – und sprang noch während der laufenden Saison für den Zweitligisten ins Wasser. Schmitts Schwerpunkt lag zuletzt vor allem im Nachwuchsbereich des SSVE. Nun konzentrieren sich beide aber voll auf den Trainerjob – wobei Schmitt weiterhin im Hintergrund für die Integration der Jugend zuständig sein wird. „Es läuft bisher sehr gut, aber es braucht natürlich ein wenig Zeit, bis sich alles eingespielt hat“, sagt Denneler.
Dennelers Rolle verschob sich zwar nun vom Wasser an den Beckenrand, da er das Team aber bereits kennt, verlief der Einstieg als Coach relativ reibungslos. „Ich kenne die meisten, wie unter anderem einen Robin Rehm schon seit der U16, dadurch kennen die mich natürlich auch. Die Spieler sind hoch motiviert“, erzählt der SSVE-Coach und gibt seine ersten Eindrücke aus der Vorbereitung über den Jahreswechsel preis: „Es sieht sehr positiv aus. Die Jungs arbeiten tagtäglich konzentriert sowie fokussiert.“
Michel Denneler: „Wir sind bereit“
Viel Vorbereitungszeit blieb dem neuen Trainerteam aber auch nicht, denn mit dem Start ins neue Jahr wartet direkt eine doppelte Bewährungsprobe auf die SSVE-Wasserballer. Und dazu noch zwei Heimspiele im Sportbad Neckarpark: Am Samstag (14 Uhr) geht es für die Esslinger gegen den Zweiten SV Uerdingen – und direkt einen Tag später um 13 Uhr ist der Erste Düsseldorfer SC im Nachholspiel des 4. Spieltags zu Gast. „Die Uerdinger haben eine gute Mischung aus Erfahrung und Jugend. Und die Düsseldorfer sind für mich das Überraschungsteam der Saison, da sie in der vergangenen Runde nichts mit den vorderen Plätzen zu tun hatten, sich aber gut verstärkt haben“, sagt Denneler und ergänzt: „Da kommen zwei starke Gegner auf uns zu. Wir sind bereit.“
Noch Bewegung im Kader möglich
Denneler hadert aber etwas damit, dass sein Team „in der vergangenen Woche mit einer kleinen Krankheitswelle zu tun hatte, davon lassen wir uns aber nicht beinträchtigen“. Fraglich ist noch der Einsatz von Robert Seifert. Und auch personell könnte sich bei den Esslinger Wasserballern noch etwas tun, doch der Neu-Coach hält diesbezüglich den Ball flach: „Wenn die Rahmenbedingungen passen, werden wir uns eventuell noch extern verstärken. Aber das steht derzeit noch ein wenig in den Sternen.“
Erst einmal freut sich Denneler darauf, zusammen mit Schmitt zum ersten Mal als Trainerteam am Beckenrand zu stehen. „Wir haben eine stabile Basis im Ausdauer- und Taktikbereich geschaffen. Aber wir müssen geduldig sein, um ein Grundgerüst aufzubauen“, sagt Denneler und ergänzt: „Das wird seine Zeit brauchen, bis alle Automatismen dann funktionieren.“ Die zwei Spiele gegen die Top-Teams am Wochenende sind dafür schon mal erste Bewährungsproben.