Wasserball-Zweitligist SSV Esslingen zeigt beim Zweiten SV Krefeld eine starke Leistung, unterliegt aber knapp mit 17:18.
Wenn man als Außenseiter eine knappe Niederlage kassiert, gibt es zwei Möglichkeiten der Einordnung: Sich über die verpassten Punkte ärgern, oder sich über die gute Leistung freuen. Michel Denneler, der neue Trainer des Wasserball-Zweitligisten SSV Esslingen entschied, sich für Letzteres. „Wir haben den nächsten Schritt in die richtige Richtung gemacht“, sagte er nach dem 17:18 (6:5, 4:5, 4:3, 3:5) beim Tabellenzweiten SV Krefeld.
Komplett abschütteln konnte Denneler aber doch nicht, wie es schließlich zum Ergebnis gekommen war. „Es hätte auch ein Fünfmeterwerfen geben können, das hätten sich beide Mannschaften verdient“, sagte er angesichts der Tatsache, dass Krefelds Tobias Kammermeier in der letzten Sekunde des Spiels nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung noch die Möglichkeit bekam, den Siegtreffer für die Krefelder zu erzielen. SSVE-Kapitän Valentin Finkes hatte zuvor zum 17:17 getroffen.
Ausgeglichene Torverteilung
Insgesamt aber freute sich Denneler an der guten Vorstellung der Mannschaft trotz einer schwierigen Trainingswoche mit einigen angeschlagenen Spielern – David Nemeth war krankheitsbedingt zu Hause geblieben. Der Coach freute sich darüber, dass die Esslinger Tore sehr ausgeglichen verteilt waren. Er freute sich über die gute Leistung auch von Emmanouil Petikis, der vor dem Jahreswechsel nicht spielberechtigt gewesen war: „Er ist ist mit seiner Agilität Gold wert. Aus unserer gemeinsamen Zeit beim SV Ludwigsburg weiß er, was ich wie gerne hätte.“ Und Denneler freute sich über „ein sehr harmonisches Spiel. Beide Mannschaften waren taktisch gut eingestellt, es gab wenig Nickeligkeiten, es wurde schönes Wasserball gespielt“.
Nur einen Esslinger Erfolg gab es nicht und die Mannschaft steht mit jetzt vier Siegen und fünf Niederlagen auf Platz sechs. „Wir werden uns belohnen“, ist sich Denneler aber sicher – und hat schon das Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den Tabellennachbarn SV Würzburg 05 im Kopf.
SSV Esslingen: Hausmann, Bobrovskyi; Szöke (1), Friedrich (1), Finkes (4), Dzaja (3), Petikis (2), Robin Rehm (2), Simon Rehm (1), Keresztes, Papadopoulos (1), Seifert (1), Abrahamian (1).