Washington Skurriler Auftritt von Kanye West bei Donald Trump

Von red/ AFP 

Zwei, die sich gut verstehen: Donald Trump und Kanye West. Foto: AFP
Zwei, die sich gut verstehen: Donald Trump und Kanye West. Foto: AFP

Rap-Star Kanye West war zum Mittagessen bei US-Präsident Donald Trump eingeladen und lieferte eine skurrile Show ab. Neben innigen Umarmungen und warmer Worte, gab West unfreiwillig auch sein Handy-Passwort preis.

Washington - Rap-Star Kanye West mag Donald Trump - und hat seine Zuneigung bei einem Treffen mit dem US-Präsidenten am Donnerstag auf effektvolle Art und Weise zum Ausdruck gebracht. „Ich liebe diesen Typen“, sagte West, sprang von seinem Sitz auf und umarmte Trump, der hinter seinem Schreibtisch im Oval Office des Weißen Hauses saß, herzlich.

Der Musiker war zum Mittagessen ins Weiße Haus eingeladen worden, um über eine Gefängnisreform zu sprechen. West verwandelte den zuvor angesetzten Fototermin in eine der wohl seltsamsten Begegnungen in der Geschichte des berühmten Büros der US-Präsidenten. In großer Geschwindigkeit sprach der Ehemann von Reality-Star Kim Kardashian minutenlang über Trumps protektionistische Handelspolitik, Schusswaffengewalt unter Afroamerikanern und „unendliche Mengen Universums“.

„Das war ein Erlebnis“, sagte der nahezu sprachlose US-Präsident nach Wests Monolog. „Das kam von Herzen, ich habe es nur kanalisiert“, antwortete der Rapper. Der Präsident habe wohl nicht erwartet, „von so einem verrückten Scheißkerl wie Kanye West“ unterstützt zu werden, sagte er, während Trumps Mitarbeiter nach Luft schnappten.

Ein eher unfreiwilliges Missgeschickt passierte Kanye West während des Treffens – vielleicht vor lauter Aufregung: Als er sein Smartphone entsperren will, bemerkte er nicht, dass direkt hinter ihm direkt eine Kamera steht. Nun kennt die ganze Nation sein Passwort. Und das ist nicht gerade sicher: 000000.

West, dessen Unterstützung für Trump untypisch für die eher linksgerichtete US-Unterhaltungsindustrie ist, deutete sogar an, er könne selber Präsident werden - allerdings erst nach einer zweiten Amtszeit Trumps im Jahr 2024.

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