So verschwinden sie wieder... Foto: SUPAPORNKH / shutterstock.com

Wir haben einen Plan für Sie zusammengestellt, mit dem Sie die Fruchtfliegen endlich loswerden. So verschwinden die Plagegeister.

Den Feind kennen

Woher kommen die Fruchtfliegen?

Meistens bringen wir die Fruchtfliegen selbst ins Haus. Ihre Eier und Larven können sich in Früchten, Obst und Gemüse befinden, das wir im Supermarkt kaufen oder selbst anbauen. Darüber hinaus fliegen die ausgewachsenen Tiere im Sommer oftmals durch die Fenster. Von daher ist es schwierig, einen Befall komplett zu vermeiden.

Merke: Achten Sie schon beim Einkauf darauf, möglichst frisches Obst und Gemüse zu kaufen, das Sie schnell verzehren können. Überreife, Risse in der Schale oder verdorbene Stellen bieten ideale Lebensbedingungen für die Fliegen.

Wie lange leben Fruchtfliegen?

Ausgewachsene Fruchtfliegen haben eine Lebenserwartung von zwei Wochen bis zwei Monaten. Die winzigen Insekten durchlaufen innerhalb von etwa 10 Tagen die Entwicklung vom Ei zum ausgewachsenen Tier. Ein Weibchen kann in ihrer Lebenszeit etwa 500 Eier legen, wodurch das Vermehrungspotenzial enorm ist.

Merke: Warten Sie nicht, bis die Fruchtfliegen von alleine verschwinden bzw. sterben, denn das wird nicht passieren. Sie sollten aktiv gegen sie vorgehen.


Die Obstfliegen loswerden

Was kann man gegen die lästigen Obstfliegen tun? Wenn Sie mit einem Befall zu kämpfen haben, sollten Sie in 3 Schritten dagegen vorgehen:

1. Brutstätten entfernen

Der NABU Baden-Württemberg empfiehlt, den Biomüll im Sommer mehrmals am Tag zu entsorgen und reifes Obst nicht offen stehen zu lassen. Der Verband Deutscher Schädlingsbekämpfer weist außerdem darauf hin, Obst, Gemüse oder Früchte (sofern diese dafür geeignet sind) im Kühlschrank aufzubewahren. Auch luftdicht verschließbare Plastikboxen wären eine Möglichkeit, um die Obstfliegen von den Lebensmitteln fernzuhalten bzw. sie bei einem potenziellen Befall darin gefangen zu halten.

Merke: Verzehren Sie frische Lebensmittel immer rechtzeitig und verstauen Sie Obst und Gemüse nach Möglichkeit so, dass die Obstfliegen nicht drankommen.

2. Mögliche Verstecke finden

Fruchtfliegen nisten nicht nur in überreifem Obst und verfaulendem Gemüse, sondern auch in Abflüssen, Abfalleimern, leeren Flaschen, undichten Einmachgläsern und Konserven oder sogar Spüllappen. Alles, was die Larven brauchen, um sich zu ernähren, ist ein feuchter Film aus fermentierendem Material. Suchen Sie die Küche also gründlich ab. Um herauszufinden, ob die Fruchtfliegen aus dem Abfluss kommen, können sie über Nacht ein Glas oder eine Plastiktüte darüberstülpen. Befindet sich darin tatsächlich ein Nest, sollten sich am nächsten Morgen einige Tiere im Behältnis aufhalten. Dann ist es Zeit für eine gründliche Reinigung des Abflusses.

Merke: Es ist wichtig, die Küche sauber zu halten und Essenreste immer sofort wegzuwischen.

3. Die Obstfliegen fangen

Nachdem Sie nun die Verstecke beseitigt haben, sollten Sie die überlebenden Tiere einfangen. Dazu bauen Sie am besten eine dieser 5 Fruchtfliegenfallen nach. Bei einem starken Befall kann außerdem der Einsatz von Klebestreifen oder speziellen UV-Fallen für die Steckdose Sinn machen.

Merke: Eine erfolgreiche Bekämpfung gelingt nur, indem sie den Obstfliegen die Lebensgrundlage nehmen und erwachsene Tiere durch Fallen fangen.


Warum überleben die Fruchtfliegen im Winter?

Dass Sie auch im Winter mit Fruchtfliegen zu kämpfen haben, kann zwei Gründe haben:

1. Sie konnten den Befall im Sommer nicht komplett ausrotten und einige Exemplare haben sich fortwährend vermehrt. Schließlich sinken die Temperaturen im Inneren der Wohnung nicht mit dem Einzug des Winters. Die Fruchtfliegen finden bei entsprechendem Nahrungs- und Nistangebot also das ganze Jahr über günstige Lebensverhältnisse.

2. Sie schleppen die Plagegeister durch infiziertes Obst oder Gemüse aus dem Supermarkt in die Wohnung ein. Ruckzuck ist der Befall erneut da.

Merke: Je gründliche Sie den Befall im Sommer bekämpfen, desto geringer ist die Chance, dass die Fruchtfliegen auch im Winter noch da sind.

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