Jürgen Aldinger ist der Stellvertretende Kommandant der Feuerwehr Waiblingen. Foto: Stoppel

Der Brand beim Abfallentsorger Alba in Waiblingen hat am Mittwoch die Waiblinger Feuerwehr gehörig in Atem gehalten. Der Stellvertretende Kommandant Jürgen Aldinger erklärt deren Vorgehensweise.

Waiblingen - Der Brand beim Abfallentsorger Alba hat am Mittwoch die Waiblinger Feuerwehr gehörig in Atem gehalten. Der Stellvertretende Kommandant Jürgen Aldinger zieht eine erste Bilanz.

Herr Aldinger, wann konnten Sie in Sachen Großbrand Entwarnung geben?
Entwarnung konnten wir bereits am Mittwochabend geben. Nach einer Brandwache über Nacht und dem Einsatz eines Räumbaggers haben wir am Donnerstag gegen 17.30 Uhr die Einsatzstelle an den Betreiber übergeben. Am Freitagvormittag gab es noch mal eine kleine Rauchentwicklung, das war aber nichts Dramatisches. Im Moment laufen bei uns Aufräum- und Reinigungsarbeiten, zum Beispiel müssen die Schläuche und die Einsatzkleidung gewaschen und geprüft und das Lager mit gereinigtem Material aufgefüllt werden.
Die Feuerwehr hatte auch zwei Schläuche zur Rems gelegt. War das Wasser knapp?
Nein, es gab keine Probleme mit der Wasserversorgung, das Gebiet Eisental ist sehr gut mit Wasser versorgt. Aber angesichts der großen Brandlast war uns wichtig, dass wir zusätzliche Wasserreserven haben.

Sehen Sie hier: Unser Video vom Brand in Waiblingen:

Die schwarze Rauchwolke hat in der ganzen Region Aufsehen erregt.
Ja, die starke Rauchentwicklung macht diesen Brand schon besonders. Aber da wir als Feuerwehr das Objekt kennen und wissen, welche Stoffe dort gelagert werden, war es für uns nicht erstaunlich. Es werden dort ja unter anderem Reststoffe aus Kunststoff, also auf Erdölbasis, sortiert und gelagert, die wie Heizöl brennen. Da sie zum Teil auch zu Ballen gepresst waren, entsteht bei einem Feuer große Hitze und schnell eine immense Rauchentwicklung.
Über dem Brandort schwebte lange Zeit ein Polizeihubschrauber, wieso?
Von dort aus haben wir analysiert, wo der Rauch hinzieht und wie er sich ausbreitet. So konnten wir entscheiden, welche Bürger wir über den Rundfunk warnen und wo und wovon man Messungen macht, so dass wir belastbare Werte bekommen. Uns kam es auf Transparenz an. Weil die Wolke in der Erstphase in Richtung Schmidener Feld gezogen ist, einer großen landwirtschaftlichen Anbaufläche, haben wir dort auch Wischproben vornehmen lassen. Dabei hat sich gezeigt, dass die Wolke keine bedenklichen Stoffe hinterlassen hat.

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