Schüler der John-Cranko-Schule in George Balanchines „Glinka Pas de trois“ Foto: Stuttgarter Ballett

Es gibt klassische Akzente; vor allem aber zeigt sich der Ballettnachwuchs der Cranko-Schule bei zwei Aufführungen im Opernhaus von einer zeitgenössischen Seite.

Stuttgart - Es ist der Höhepunkt im Schuljahr eines jeden Stuttgarter Ballett-Azubis: der Auftritt auf der großen Bühne im Opernhaus. An diesem Sonntag, dem 14. Juli, und dann nochmals am 21. Juli bietet die weltberühmte Ballettschule dem Publikum nicht nur die gewohnt bunte Matinee, die dieses Mal elf unterschiedliche Tanzstücke umfasst. Unter den Ausführenden sind auch einige Nachwuchskünstler zu erleben, die in der nächsten Saison als Eleven des Stuttgarter Balletts hier ihren Arbeitsplatz haben werden.

Einer unter den Absolventen der Cranko-Akademie darf gleich als Gruppentänzer einsteigen. Gabriel Figueredo, der seit 2014 seine Ausbildung an der John-Cranko-Schule absolviert, hat in jüngster Zeit einiges an Preisen mit nach Stuttgart gebracht, darunter den Großen Preis des berühmten Nachwuchswettbewerbs Youth America Grand Prix (YAGP) sowie eine Auszeichnung des Prix de Lausanne.

Eine Schülerin stellt sich als Choreografin vor

Im Mittelpunkt der Schul-Gala steht eine weitere Schülerin: Tabitha Dombrowski stellt sich als Choreografin vor und ist als solche gleich mit drei Stücken vertreten: In den beiden Uraufführungen „Test Run“ und „Meditative State“ sowie der Stuttgarter Erstaufführung von „Cut the World“ lässt sie ihre Mitschüler gut aussehen; tanzen werden sie zu einer Musikauswahl, die von Haydn bis zu Anthony and the Johnsons reicht.

Auszüge aus Jules Perrots „Najade und der Fischer“, Neoklassisches wie Uwe Scholz’ Bach-Ballett „Air“ und George Balanchines „Glinka Pas de trois“ setzen klassische Akzente, vor allem präsentiert sich der Ballettnachwuchs aus der Urbanstraße jedoch von einer ganz und gar zeitgenössischen Seite. Dazu gehört auch ein Werk des britischen Choreografen Stephen Shrophire, der eben beim Colours-Festival selbst als außergewöhnlicher Tänzer zu erleben war.

Am 21. Juli wird die Aufführung aus dem Opernhaus für Ballett im Park auf die Großleinwand am Eckensee übertragen. Am Abend zuvor bespielt das Stuttgarter Ballett mit dem Klassiker-Trio „Shades of White“ den Park und zeigt in der Übertragung vor großem Publikum John Crankos Mozart-Ballett „Konzert für Flöte und Harfe“, den Schattenakt aus Natalia Makarovas „La Bayadère“ sowie George Balanchines „Sinfonie in C“.

Beide Aufführungen der John-Cranko-Schule im Opernhaus beginnen um 11 Uhr.

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