Stuttgarts Ordnungsbürgermeister und Wahlleiter Martin Schairer wehrt sich gegen Mutmaßungen, die Wahlhelfer könnten bei der Landtagswahl am 13. März manipulieren. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Die AfD fordert die Wähler dazu auf, bei der Landtagswahl am 13. März die Auszählung der Stimmen zu überwachen. Nach Ungereimtheiten in Bremen solle so Manipulationen vorgebeugt werden. Der Stuttgarter Wahlleiter Martin Schairer wehrt sich jetzt gegen pauschale Unterstellungen gegenüber den 2600 Wahlhelfern.

Stuttgart - Vertreter der Alternative für Deutschland (AfD) haben zuletzt bei mehreren Gelegenheiten die Wähler aufgefordert, die Auszählung der Stimmen bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg zu beobachten. Es sei notwendig, auf diese Weise Manipulationen am 13. März vorzubeugen. Stuttgarts Ordnungsbürgermeister und Wahlleiter Martin Schairer (CDU) reagiert jetzt wenig erfreut auf diesen Vorstoß. „Ich weise rechtspopulistische Unterstellungen strikt zurück, in den 350 Stuttgarter Wahllokalen könnten Manipulationen betrieben werden.“ Den 2600 Wahlhelfern so etwas zu unterstellen, sei „böswillig und eine zutiefst undemokratische und rechtsstaatswidrige Haltung“.

Gleichwohl betont Schairer, jeder habe die Möglichkeit, „sich von der ordnungsgemäßen Abwicklung der Wahl vor Ort ein Bild zu machen“. Die Mitglieder des Wahlvorstandes seien angewiesen, sich gegenüber Wahlbeobachtern kooperativ zu verhalten. Bei Störungen werde man aber nicht zögern, Beobachter des Wahllokals zu verweisen oder die Polizei zu rufen.

Hintergrund der Skepsis bei der AfD ist die Wahl der Bürgerschaft in Bremen im vergangenen Jahr. Dort war es bei der Auszählung der Stimmen durch Schüler zu Ungereimtheiten gekommen. Das Ergebnis musste schließlich Monate später korrigiert werden – zu Gunsten der AfD. Sie gewann einen Sitz hinzu.

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