Ostern 2026 bringt wieder Feiertage und Schulferien. Foto: Shutterstock/FTiare

Ostern 2026 bringt freie Tage, Ferien und allerlei christliche und heidnische Bräuche. Wann 2026 Ostern gefeiert wird und welche die besten Reiseziele für diese Zeit sind.

Mit der Osterzeit können sich Arbeitnehmer und Schüler auf einige freie Tage und die Osterferien freuen. Doch wann feiern wir 2026 Ostern, wann sind die Osterferien und woher kommt eigentlich der Osterhase?

Weshalb feiern wir Ostern?

Ostern ist das wichtigste christliche Fest, doch was genau wird an den Feiertagen eigentlich gefeiert?

An Ostern feiern Christen auf der ganzen Welt ihr ältestes Fest. Im Zentrum steht dabei die Auferstehung Jesu nach seinem Tod am Kreuz. Mit dem Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern beginnt die Karwoche. Laut Neuem Testament ritt Jesus an diesem Tag auf einem Esel nach Jerusalem. Von der Bevölkerung wurde er als Messias erwartet und begrüßt, indem sie Kleidung, Palm- und Ölbaumzweige auf die Straße legten.

Am Vorabend seines Todes feierte Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl. Dies geschah am Donnerstag der Karwoche, weshalb der Gründonnerstag gefeiert wird. An diesem Abend fiel Jesus seinen Verfolgern in die Hände, nachdem er von Judas verraten wurde.

Am Karfreitag wurde Jesus von Pontius Pilatus zum Tode verurteilt und auf dem Hügel Golgatha ans Kreuz genagelt. 15 Uhr gilt als Todesstunde Jesus Christus, weshalb zu dieser Zeit am Karfreitag Gottesdienste abgehalten werden. Der darauffolgende Samstag ist der Tag der Grabesruhe. In der Nacht zum Sonntag wird dann die Osternacht gefeiert. Sind die Kirchen am Karsamstag ungeschmückt und dunkel, werden sie in der Osternacht wieder von Kerzenlicht erhellt.

Am Ostersonntag feiern Christen die Auferstehung Jesus Christus. Am Ostermontag trafen zwei seiner Jünger auf Jesus, die bisher an seiner Auferstehung gezweifelt hatten. Nachdem sie den Messias mit eigenen Augen sahen, verbreiteten sie die frohe Kunde seiner Auferstehung.

An die Osterfeiertage gebunden sind außerdem Christi Himmelfahrt (40 Tage nach Ostern) und Pfingsten (50 Tage nach Ostern).

Weshalb kommt der Hase an Ostern?

Doch was hat der Tod und die Auferstehung Jesus Christus mit dem Osterhasen zu tun? Christliche Feste wie Ostern übernahmen heidnische Symbole, da sie bestehende Bräuche nicht abschaffen, sondern stattdessen umdeuten wollten. Bereits lange vor der Verbreitung des Christentums feierten Menschen Frühlingsfeste mit eigenen Bräuchen und Traditionen.

Hasen bekommen im Frühjahr viele Jungtiere, weshalb sie in vielen Kulturen als Symbol der Fruchtbarkeit und für neues Leben stehen. Vor dem Christentum galt der Hase bereits bei Frühjahrsfesten als Tier einer Fruchtbarkeitsgöttin. Er blieb als „Maskottchen“ auch als die Feste christlich gefeiert wurden. Im sozialen Kontext betrachtet begründet sich die enge Verbindung zwischen Hase und Ei im Bezahlen von Schulden und Zinsen zum Gründonnerstag. Diese Schulden wurden früher durch Hasen und Eier beglichen.

Nach Amerika kam der Glaube vom Osterhasen durch deutsche Auswanderer, die im 18. Jahrhundert nach Nordamerika zogen.

Weshalb verstecken wir Eier an Ostern?

Im Christentum wurden hartgekochte Eier zum Symbol für den Tod, da sie kalt sind und verschlossen wie ein Grab. Während der Fastenzeit legten die Hennen weiter Eier, wodurch man einen größeren Vorrat anlegen konnte. Zu Ostern wurden diese Eier dann in großer Zahl verspeist. In Anlehnung an das Blut Jesu wurden die Eier rot gefärbt, die man an den Grundherren und die Kirche abgab.

Ostern: wie viele Tage dauert das Fest?

Zu den Osterfeiertagen zählen drei Tage: Karfreitag, der Freitag vor Ostersonntag. Der Ostersonntag selbst und der darauffolgende Montag als Ostermontag.

Wieso sind die Daten der Osterfeiertage jedes Jahr unterschiedlich?

Nicht jedes Jahr wird Ostern am selben Datum gefeiert. Doch woran liegt das? Ostern richtet sich nach dem Mondkalender. Ostersonntag fällt immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling. Den Frühlinganfang markiert der 20. März 2026. Der erste Vollmond im Frühling steht am 3. April an. Ostersonntag ist demnach am 5. April 2026.

Wann sind die Osterfeiertage 2026?

Die Osterfeiertage liegen 2026 Anfang April. Startschuss ist Karfreitag, der 2026 auf den 3. April fällt. Ostersonntag ist am 5. April und Ostermontag am darauffolgenden 6. April. Durch die gesetzlichen Feiertage ist so in ganz Deutschland ein langes Wochenende möglich.

Wann sind 2026 Osterferien?

Der Zeitraum für die Osterferien variiert von Bundesland zu Bundesland.

 
  • Baden-Württemberg: 30. März bis 11. April
  • Bayern: 30. März bis 10. April
  • Rheinland-Pfalz: 30. März bis 10. April
  • Saarland: 7. April bis 17. April
  • Hessen: 30. März bis 10. April
  • Thüringen: 7. April bis 17. April
  • Sachsen: 3. April bis 10. April
  • Berlin und Brandenburg: 30. März bis 10. April
  • Niedersachsen: 23. März bis 7. April
  • Sachsen-Anhalt: 30. März bis 4. April
  • Nordrhein-Westfalen: 30. März bis 11. April
  • Niedersachsen: 30. März bis 11. April
  • Hamburg: 2. März bis 13. März
  • Mecklenburg-Vorpommern: 30. März bis 8. April
  • Schleswig-Holstein: 26. März bis 10. April
 

Wo kann man an Ostern Urlaub machen?

Wer an Ostern Zeit in der Sonne bei milden Temperaturen verbringen möchte, kann einen Urlaub in Spanien, Portugal, Italien oder in der Türkei planen. Hier freuen sich Urlaubende über milde sommerliche Temperaturen. Zwischen 18 und 25 Grad können hier zu dieser Zeit herrschen. Wer es gerne etwas wärmer hätte und einen erlebnisreichen Kultururlaub bevorzugt, kann sich beispielsweise Marokko oder Jordanien vormerken. Wer sich auf beeindruckende Natur und malerische Wanderrouten freuen möchte, bucht einen Urlaub auf Madeira.

Wo kann man an Ostern Badeurlaub machen?

Wer auf jeden Fall baden gehen möchte, sollte sich noch wärmere Urlaubsziele aussuchen. Badeurlaub in den Osterferien ist beispielsweise in Ägypten, auf den Kanaren oder in den Vereinigten Arabischen Emiraten möglich. Auch Fernreisen nach Thailand, Mexiko, in die Dominikanische Republik oder auf die Malediven sind möglich.