Wanderung Vom Tiefen Stollen auf die Albhöhe

Von Willi Siehler 

 Foto: Grafik/Gröger
Foto: Grafik/Gröger

14 Kilometer lange Tour lässt sich mit einem Besuch im ehemaligen Bergwerk verbinden.

Sehenswert: Die heutige Wanderung beginnt unter Tage und führt in vergangene Jahrhunderte zurück, als im "Schwäbischen Ruhrgebiet" auf der Ostalb neben den Bohnerzen der Oberfläche in horizontal angelegten Stollen Eisenerz gewonnen und in über 20 Betrieben verhüttet wurde. Die interessanteste Anlage, der Tiefe Stollen, steht heute als Schaubergwerk offen. Mit der Grubenbahn fährt man 400 Meter unter Tage zu den Stellen, wo früher Eisenerz abgebaut wurde. Besucher erwartet eine Multivisionsschau und ein 800 Meter langer Rundgang durch Schächte und Gänge. Zwischen 9 und 16 Uhr finden alle 20 bis 40 Minuten Führungen statt, außer zwischen 12 und 13 Uhr. Montags ist der Stollen geschlossen. (Adresse: Tiefer Stollen, Erzhäusle 1, 73433 Aalen-Wasseralfingen, Telefon 07361/ 9702-49).

Die Strecke führt später in einem urwüchsigen Talkessel am Ursprung des Weißen Kocher vorbei, der aus mehreren aus dem Fels rieselnden Quellen besteht. Das Flüsschen vereinigt sich in Unterkochen mit dem Schwarzen Kocher zum Kocher.

Länge: 14 Kilometer, für Kinder geeignet.

Anfahrt: Mit dem Zug bis Aalen, von dort mit Buslinien der OVA zur Haltestelle Tiefer Stollen. Mit dem Pkw auf der B 29 bis zur Ausfahrt Affalterried, weiter in Richtung Wasseralfingen.

Hier geht's lang: Die Wanderung beginnt am Besucherbergwerk Tiefer Stollen bei Wasseralfingen gegenüber dem Parkplatz und führt auf dem Treppenweg mit Zeichen blaue Raute zur Straße hinauf, in deren Rechtskurve nach links und weiter zum Waldgasthof Erzgrube. Hier steigen wir mit Zeichen blaue Gabel an der Garage vorbei bergan, biegen oben bei den Müllbehältern links ab, wandern eben am Waldrand entlang und beim Gittermast zum Braunenberg hinauf. Hier wird ein kurzer Abstecher nach rechts am Trauf entlang zum Steinbruch mit einer schönen Aussicht auf das Vorland der Alb und ihren Nordrand belohnt.

Zurückgekehrt setzen wir den Weg über den Höhenrücken fort, folgen, kurz nachdem rechts abgebogen wurde, dem blauen Dreieck und erreichen am Sendeturm vorbei an einer fünffachen Wegspinne den Alb-Nordrand-Weg.

Hier geht es mit dem roten Dreieck auf dem Querweg nach rechts. Die erste Abzweigung, kurz nach dem Schutzschirm, führt nach rechts, die zweite am Grünenberg nach links abwärts und danach bergan über den "Nördlinger Hau". Dann gehen wir immer geradeaus zur Kreuzung "4 Wegzeiger", schließlich in ein Trockental und links der Straße zur Trasse der ehemaligen Härtsfeldbahn hinab.

Wir erreichen scharf rechts aufwärts den Fuß der Kocherburg, steigen bei der Schautafel zur Straße hinab, queren diese sowie bald am Hang die ehemalige Trasse der Härtsfeldbahn und stoßen im Talgrund auf den Ursprung des Weißen Kochers. Anschließend führt der Rückweg am linken Tal- und Waldrand nach Unterkochen hinab. Von hier besteht eine Rückfahrmöglichkeit nach Wasseralfingen, Umsteigen ist aber am Bahnhof Aalen notwendig.

Der Streckenverlauf als PDF.

Kartentipp: Wanderkarte 1:35000, Bl. 14 oder 15.

Lesen Sie jetzt