Wanderung Eine Tour für heiße Tage

Von Willi Siehler 

 Foto: StN-Grafik/Böhm
Foto: StN-Grafik/Böhm

14 Kilometer langer Rundwanderweg vom Weiler Heidhöfe durch die Rauhe Wiese

Sehenswert: Der Wanderer, der vom Albnordrand-Weg aus einen Abstecher zur Rauhen Wiese im südlichen Albuch einlegt, wird nach einer knappen Wegstunde seinen Augen kaum mehr trauen und sich fragen, ob er sich in den Schwarzwald verlaufen hat. Hier schreitet er über sanft gewellte Hügel und flache Senken. Aus dem Buchenwald ist Nadelwald geworden; man entdeckt Heidelbeeren, Heidekraut und stellenweise den Roten Fingerhut. Der Grund für diesen Wandel ist der entkalkte, saure Boden. Besonders deutlich wird der Charakter dieser Landschaft im Naturschutzgebiet Rauhe Wiese. Aus der großen Zahl interessanter Pflanzen seien das Wollgras, Arnika, Moosbeere und Sonnentau genannt. Eine Besonderheit auf der wasserarmen Alb sind die zahlreichen Wasserstellen und Hülen. Die Wanderung führt vorwiegend durch Wald, eignet sich also für heiße Tage.

Streckenlänge: 14 km, geringe Steigungen.

Anfahrt: auf der B 29 bis Böbingen, Heubach, Bartholomä, Heidhöfe.

Hier geht's lang: Ausgangsort ist der Weiler Heidhöfe zwischen Bartholomä und Böhmenkirch, sechs Kilometer ab Bartholomä. Wir wandern vom Gasthaus Heidhofstüble in Richtung Böhmenkirch und biegen nach wenigen Schritten mit Markierung gelbes Dreieck rechts ab. Bei der ersten Kreuzung, vor der Hochspannungsleitung, geht's ohne Markierung wieder nach rechts, dann nach zehn Minuten links zu dem Querweg, auf dem mit Markierung gelbe Raute rechts durch den Wald gewandert wird. In 15 Minuten erreichen wir ein asphaltiertes Sträßchen, gehen auf diesem ohne Markierung nach rechts und gelangen in einer weiteren Viertelstunde zu dem rechts der Straße liegenden Naturschutzgebiet Rauhe Wiese.

Auf dem Sträßchen weitergehend kommen wir jenseits der Straße zum Weiler Rötenbach, gehen an der Hülbe vorbei geradeaus durch den Ort, mit Markierung gelbe Gabel neben der Straße her, schließlich rechts durch Felder. Anschließend geht's geradeaus durch den Wald. Der Weg biegt oben nach links in ein Forststräßchen ab. Vorbei an der rechts des Wegs liegenden Schwarzen Hülbe, die nur noch gelegentlich Wasser führt, gelangen wir zu einer Abzweigung, wo wir geradeaus weitergehen, bis wir nach fünf Minuten rechts abbiegen. Weiterhin mit der gelben Gabel wandern wir nun auf einem schmalen Pfad. Nach dem Waldausgang treffen wir auf ein Sträßchen, das geradeaus an zwei Hülben vorbei zum Gehöft Bibersohl führt.

Danach steigen wir mit Markierung gelbes Dreieck rechts bergan, wandern 20 Minuten geradeaus durch den Wald, dann kurz nach rechts, schließlich nach links und geradeaus zum Ausgangsort zurück. Beim Waldausgang liegt links ein schöner Rast- und Grillplatz.

Der Streckenverlauf als PDF.

Kartentipp: Blatt 14, Aalen-Schwäbisch-Gmünd.

Einkehrmöglichkeiten: Gasthaus Heidhofstüble beim Weiler Heidhöfe.

Mehr Wandertouren finden Sie bei uns im Internet - und dazu die neuen iPhone-Apps für unterwegs: www.stuttgarter-nachrichten.de/tourenplaner

Lesen Sie jetzt