Wandertour Zum Limes im Mainhardter Wald

Von Udo Bidell 

Gute Wanderschuhe empfehlen sich für längere Touren Foto: Fotolia
Gute Wanderschuhe empfehlen sich für längere Touren Foto: Fotolia

Durch den Mainhardter Wald: Auf dieser Tour erfährt man, für was die Römer ein Visiergerät namens groma brauchten.

Grosserlach - Das Weltkulturerbe Limes kann man nicht oft genug bestaunen. Bei dieser Tour ist der Mainhardter Wald, genauer gesagt die Gegend zwischen Grab und Rottal, das Ziel.

Streckenlänge: etwa 8,6 Kilometer; Auf- und Abstiege: 275 Meter

Anreise: von Stuttgart aus die B 14 bis wenige Kilometer vor Großerlach; Abzweig K 1903 rechts ab nach Erlach und Grab nicht übersehen. Etwa 400 Meter vor Grab rechts geräumiger Parkplatz.

Wanderweg Limes

Hier geht’s lang:

1 Mit dem Zeichen rotes Kreuz wandert man vom Parkplatz nach Grab; 400 Meter auf der wenig befahrenen Kreisstraße sind dabei leider nicht zu vermeiden. An der ersten großen Straßenkreuzung (Kirche) findet man bereits das Limes-Zeichen (Wachtturm mit rotem Balken). Man geht wenige Meter links ab und biegt unmittelbar nach der Kirche in einen Seitenweg (rechts) ein, vorbei an einem Kindergarten, und gleich danach wieder links und hinaus aus Grab aufs freie Feld mit schöner Rundumsicht. Am Waldrand angekommen, führt der Weg in den Wald hinein, und zwar größtenteils parallel zum Limes-Graben. Man kommt zu einem Waldsträßchen. Man hält sich kurz links bis zu einer Kreuzung, folgt dem Sträßchen rechts weiter etwa 120 Meter weit, um dann links wieder in den Wald einzutauchen (immer mit Zeichen).
Unterwegs entdeckt man links ein Info-Schild, das darüber aufklärt, weshalb die Römer in der Lage waren, den Limes so bolzgerade durch die Wälder zu führen. Sie benutzten dazu nämlich ein Visiergerät namens groma. Kurz danach findet man beim Zusammentreffen des Pfades mit einem Waldsträßchen nach Besteigen weniger Treppenstufen die Reste eines Turmfundaments (Info-Tafel zum Wachtturm „Im Färberwald“). Auf den daneben befindlichen Sitzbänken lässt es sich kurz ausruhen. Zurück wieder auf dem Sträßchen geht man dieses links hinunter bis zu einer markanten Kreuzung. Dort findet man das blaue Kreuz und das Limes-Zeichen wieder zusammen mit dem Hinweisschild „Hankertsmühlsträßchen“ (rechts bergab).

2 Ab Hankertsmühle (Einkehrmöglichkeit an Sonn- und Feiertagen) führt der Weiterweg parallel zur Rot und Rot-aufwärts auf einem schmalen Sträßchen (wenig befahren) vorbei an der Rösersmühle zur Hammerschmiede.

3 Dort verlässt man das Tal der Rot und biegt links ab mit blauem Balken in Richtung Hohe Brach, einer markanten Erhebung zwischen Erlach und Grab, etwa drei Kilometer. Die Wegbezeichnungen unterwegs sind im Folgenden nicht immer ganz glücklich angebracht. Der blaue Balken ist manchmal etwas versteckt oder etwas zugewachsen, also aufgepasst. Erstes Beispiel: markante Wegkreuzung. Kurz danach links weg führt der Wanderpfad mit blauem Balken (etwas versteckt). Man verlässt den befestigten Weg. Zweites Beispiel: man kommt zu einer befestigten Waldstraße, die quer zu unserem Pfad verläuft. Dort hält man sich nach links (zunächst ohne Zeichen). Nach etwa 250 Metern führt ein Pfad rechts hoch (jetzt wieder mit Zeichen) zur Kreisstraße Erlach–Grab. An der Bushaltestelle wandert man nach Hohenbrach hinein (etwa 220 Meter). 4 An einer Kreuzung findet man das von Erlach herführende rote Kreuz wieder, dem man nach links folgt und das uns zurück zum Parkplatz bringt. Unterwegs heißt es erneut aufpassen, da das Zeichen im Verlaufe der letzten Passage manchmal etwas versteckt angebracht ist.

Kartentipp: Wanderkarte des Schw. Albv. vom La.für Geoinf./Landentw., Schwäbisch Hall-Backnang, 1:35 000

Einkehren: Golfhotel in Marhördt.

Lesen Sie jetzt