Wandertipp Zur herzoglichen Domäne Einsiedel

Von Willi Siehler 

Mit guten Wanderschuhen macht Wandern noch mehr Spaß. Foto:  
Mit guten Wanderschuhen macht Wandern noch mehr Spaß. Foto:  

Beim Blick auf die topografische Karte des Schönbuchs fällt an seinem Südrand inmitten des Grüns des ausgedehnten Waldgebiets ein weißer Fleck auf. Hier greift die Schwarzjura-Ebene des Albvorlands über das Neckartal hinüber und bildet die Grundlage für fruchtbare Ackerflächen.

Kirchentellinsfurt - Beim Blick auf die topografische Karte des Schönbuchs fällt an seinem Südrand inmitten des Grüns des ausgedehnten Waldgebiets ein weißer Fleck auf. Hier greift die Schwarzjura-Ebene des Albvorlands über das Neckartal hinüber und bildet die Grundlage für fruchtbare Ackerflächen. Diese Rodungsinsel um die ehemals herzogliche Domäne Einsiedel ist das Ziel unserer heutigen Wanderung. Graf Eberhard von Württemberg gründete hier 1460 ein Gestüt, das in Teilen bis 1810 existierte.1482 baute er ein Jagdschloss, aus dem nach der Renovierung von 1977 ein zweistöckiges Gebäude mit Holzgalerie entstand. Schloss und Hofgut sind heute Eigentum des Hauses Württemberg.

Streckenlänge: rund 14 Kilometer, Auf- und Abstiege: 360 Meter.

Anfahrt: mit der Bahn über Reutlingen oder Tübingen nach Kirchentellinsfurt. Vom Bahnhof erreicht man den Ausgangspunkt der Wanderung durch die Bahnhofstraße, links durch die Wannweiler Straße, über die Neckarbrücke und gleich danach zweimal rechts abbiegend zum Pfeilergrabmal.

Mit dem Pkw über die B 27 zur Abfahrt Kirchentellinsfurt, gleich danach neben der Neckarbrücke von der K 6911 auf die Straße Richtung Einsiedel abzweigen und dann sofort wieder nach rechts zum Parkplatz beim Pfeilergrabmal.

Hier geht’s lang: 1 Links neben dem Grabmal führt ein mit blauem Strich markierter Pfad bergan, zunächst rechts und dann links der Straße. Oben wandert man nach dem Wald nach rechts fünf Minuten am Speicherbecken entlang, biegt links ab und gelangt durch Felder nach Einsiedel, wo dem linken Rand der Domäne gefolgt wird. Hier biegt man vor dem letzten Gebäude rechts ab, überquert den Hof und gelangt zum Schloss – über das einer Infotafel interessante Details zu entnehmen sind – und bald zu einer Linde. Hier bietet sich ein prächtiger Ausblick auf den Nordrand der Schwäbischen Alb. Beherrschend erhebt sich im Vordergrund die Achalm, links und rechts davon erblickt man unter anderen markanten Bergen die Hohe Warte und den Roßberg.

2 Ab hier ist der Weg mit dem Baumsymbol des Wanderwegs Baden-Württemberg markiert. Es leitet nach rechts durch eine Senke und dann durch Wald ins Tal des Schlierbachs hinab. Nach diesem zweigt man rechts ab, wandert auf dem breiten Forstweg geradeaus durch Wald und danach auf einem Teersträßchen abwärts, dem beim Denkmal für die Flurbereinigung ohne Markierung weiter geradeaus gefolgt wird. Immer dem Sträßchen folgend, gelangt man ins Tal hinab und am Gegenhang nach Rübgarten hinauf. Hier geht man durch die zweite Straße von links zur Hauptstraße, wo man wieder auf das Baumzeichen trifft, wandert abwärts, überquert die B 27.

3 Am Waldrand biegt man rechts ab, geht ohne Markierung an ihm entlang, an den Sportplätzen vorbei, zweigt vier Minuten nach dem Linksbogen nach rechts und unten auf dem Querweg links ab. Vor dem Friedhof, unter der Hochspannungsleitung, wird scharf rechts in den mit rotem Kreuz markierten Weg abgezweigt und am Hang abwärts gestiegen. Im Tal geht’s kurz neben der Straße nach rechts, dann über den Neckar, am Ortseingang von Altenburg, bei der Bushaltestelle, rechts durch die Wehrstraße und am Rand des Tals entlang nach Kirchentellinsfurt zurück.

Kartentipp: Karte des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg, 1 : 35 000, Blatt 18 Tübingen–Rottenburg.

Einkehren: in Rübgarten und Kirchentellinsfurt.

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