Wandertipp Zu den Eisenhütten in Neuenbürg

Von Willi Siehler 

 Foto: Grafik/Gröger
Foto: Grafik/Gröger

Neun Kilometer lange Rundstrecke führt  über den Frischglück-Lehrpfad.

Neuenbürg - Im Jahr der Kelten, das derzeit im ganzen Land mit zahlreichen Veranstaltungen begangen wird, hat das Schwarzwaldstädtchen Neuenbürg im Enztal etwas ganz Besonderes zu bieten. Hier wurde bisher die älteste Verhüttung von Eisen nördlich der Alpen nachgewiesen. Die Archäologen gehen davon, dass das hier erzeugte Rohmaterial vor mehr als zweieinhalb Jahrtausenden gleich an Ort und Stelle für den überregionalen Markt von keltischen Handwerkern zu eisernen Gerätschaften verarbeitet wurde. Noch bis ins letzte Jahrhundert war Neuenbürg zeitweise weltweit führend in der Herstellung von Sensen.
Auf dieser Wanderung bekommt man einen Eindruck von dieser frühen Periode der Industriegeschichte, denn ein Teil der Strecke führt   über den Frischglück-Lehrpfad mit dem Besucherbergwerk.

Streckenlänge: Neun Kilometer, für Kinder sehr gut geeignet.

Anfahrt: Mit Regional- und S-Bahn von Stuttgart über Vaihingen und Pforzheim zur Station Neuenbürg-Süd. Mit Pkw auf der A 8 bis AS Pforzheim-West und über Birkenfeld nach Neuenbürg.

Hier geht’s lang: Bei der S-Bahn-Station Neuenbürg-Süd geht man über die Straße und steigt auf der Hinteren Schlosssteige aufwärts, biegt oben rechts ab und folgt mit der Markierung gelbe Raute der Waldrennacher Steige durch den Wald bergan. Man  ignoriert alle rechts und links abzweigenden Wege und erreicht auf der Höhe Waldrennach, wo man bei der ersten Abzeigung links durch die Uhlandstraße und danach rechts an der Kirche vorbei durch die Eichwaldstraße wandert.

Über der Straße leitet die Markierung auf der Höfener Straße geradeaus durch das Dorf. Danach geht man durch Wald leicht bergab, erreicht bei einem nach rechts abgehenden Wassergraben die tiefste Stelle und biegt nach kurzem leichtem Anstieg mit der Markierung des Bergbausymbols rechts ab. Gleich danach wird bei dem Grenzstein  wieder rechts abgezweigt auf den Waldweg, der fast eben am Hang entlang führt und nach acht Minuten in ein Forststräßchen mündet. Auf diesem geht man nach links, hält sich nach wenigen Schritten bei dem Haus rechts und folgt ihm weiterhin fast eben zehn Minuten lang, bis man scharf rechts abbiegt in den Waldweg, der zunächst fast bis zur Straße abfällt und dann zum Bergwerk Frischglück hinaufführt.

Man geht geradeaus weiter, dann auf der Straße ein paar Schritte aufwärts, bevor man nach links in den Lehrpfad abzweigt, der am Hang entlang, an mehreren Infotafeln und einem Schachteingang vorbei wieder zur Waldrennacher Steige führt. Auf ­dieser kehrt man zur Bahnstation zurück.

Der Streckenverlauf als PDF.

Öffnungszeiten:  Das Besucherbergwerk ist samstags, sonntags und feiertags von 10–17 Uhr geöffnet. Es besteht Rastmöglichkeit in der Stollenschänke. Am 8. Juli und 7. Oktober 2012, jeweils von 10 bis 18 Uhr, wird „Keltische Eisenverhüttung im  Rennfeuerofen“ vorgeführt.

Kartentipp: Freizeitkarte F 502 Pforzheim.

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