Wandertipp Unterwegs im königlichen Jagdrevier

Von Ralf Schäffer 

Der Schurwald im Morgennebel Foto: Leserfotograf: remstal_knipser
Der Schurwald im Morgennebel Foto: Leserfotograf: remstal_knipser

Auch im Schurwald zwischen Aichschieß und Baltmannsweiler gingen einst die württembergischen Herzöge ihrer Jagdleidenschaft nach.

Baltmannsweiler - Auch im Schurwald zwischen Aichschieß und Baltmannsweiler gingen einst die württembergischen Herzöge ihrer Jagdleidenschaft nach. Da musste natürlich ein Jagdschloss, erbaut von Herzog Eberhard Ludwig, her. Und auch ein Wildpark, der unter König Friedrich I. im 19. Jahrhundert seine größte Ausdehnung erreichte. Er war mit einer zwei Meter hohen Mauer umgeben. Von der Wildparkmauer wurde ein kleines Stück nachgebildet. All diese Dinge werden auf Infotafeln dargestellt und erklärt.

Die Übersichtskarte als PDF zum Herunterladen.

Streckenlänge: 11 km, Steigung: 234 m

Anfahrt: Auf der B 29 bis Ausfahrt Endersbach-Beutelsbach. Weiter über Schnait und Baach, die Steige hoch, Richtung Baltmannsweiler. Kurz vor dem Waldende erreicht man ein Schild „Wanderparkplatz 200 Meter“. Der günstig gelegenere Parkplatz ist schon nach 80 Metern erreicht, wenn dieser belegt sein sollte, den zweiten Parkplatz 120 Meter weiter ansteuern.

Hier geht’s lang: 1. Am ersten Parkplatz orientiert man sich am Hinweisschild des Main-Neckar-Rhein-Weges (HW 3, grüner Baum und roter Balken) in Richtung Jägerhaus. Diejenigen, die am zweiten Parkplatz geparkt haben, gehen den in Richtung Südwesten führenden Waldweg und den 1. rechts abbiegenden Weg bis zum HW 3. Dieser führt nun links, nach kurzer Wegstrecke, zum Naturdenkmal Schlösslesplatz. Danach erreicht man eine weitere Besonderheit der damaligen königlichen Jagd. Die Rekonstruktion eines Teils der Wildparkmauer. Auch hier lohnt es sich, die Informationstafel zu studieren.

Im weiteren Verlauf der Wanderung hält man sich rechts und erreicht die Straße, die der HW 3, links abzweigend, überquert. Man geht geradeaus weiter, mit der Wegmarkierung blaues Kreuz, das nach wenigen Metern rechts auf einen Waldpfad, zu einem befestigten Waldweg führt. Der Wanderer, der es sehr eilig hat, kann hier rechts direkt nach Baach gehen. Die anderen aber gehen links, dem blauen Punkt folgend, hoch bis zur Kreistrasse und auf dieser rechts zur Waldschenke. Dort kann von Di bis So durchgehend warm gegessen werden.

2. Weiter geht’s in Richtung Aichschieß bis zum „Kreisel“ und rechts die Alte Dorfstraße, jetzt blauer Balken, am Friedhof vorbei, hinunter und weiter bis zum Waldrand. Hier erwartet vor allem die Wanderer mit Kindern ein größerer Spiel- und Grillplatz. Ab hier wandert man, gut bezeichnet, bergab Richtung Baach. Kurz vor Baach erreicht man die Kreisstraße (auch hier befindet sich ein Grillplatz), geht auf dieser wenige Meter bergab und biegt, unten ca. 100 Meter vor dem Ortsschild Baach, rechts auf den Radweg (nicht bezeichnet) nach Hohengehren ab. Kurz nach Waldeintritt hält man sich rechts und erreicht nach etwa zwei Kilometer, auf der Höhe angekommen, wieder den HW 3. Auf diesem erreicht man, rechts abbiegend, den Parkplatz.

Kartentipp: Karte des Landesverm. Amtes BW, Blatt Göppingen Schorndorf.

Einkehren: In Aichschieß und Baach.

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