Waltraud Lenhart führte den Sportausrüster Leki seit dem Jahr 2012. Foto: Horst Rudel

Seit 2012 hat Waltraud Lenhart den Sportausrüster aus Kirchheim/Teck mit Erfolg geführt. Dabei hatte sie zuvor selbst einen harten Schicksalsschlag verkraften müssen. Nun ist die 64-Jährige verstorben.

Kirchheim/Teck - Waltraud Lenhart, die Geschäftsführende Gesellschafterin des renommierten Sportausrüsters Leki, ist tot. Wie das in Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen) ansässige Unternehmen mitteilt, starb sie bereits am Samstag im Alter von 64 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit.

Lenhart hatte selbst vor neun Jahren einen schweren Schicksalsschlag erlitten: Ihr Mann Klaus Lenhart, der die Firma aus kleinen Anfängen mit seinem Tüftlergeist nach oben gebracht hatte, wurde 2012 bei einem Flugzeugabsturz aus dem Leben gerissen. Danach steuerte Waltraud Lenhart die vor allem durch Ski- und Walking­stöcke bekannte Firma und führte das Lebenswerk ihres Mannes fort.

Sie entwickelte die Firma mit internationalem Erfolg weiter

Mit unternehmerischem Weitblick schaffte sie es zusammen mit rund 350 Mitarbeitern, die Firma international erfolgreich weiterzuentwickeln. „Im Zentrum ihres werteorientierten Denkens und Handelns standen immer die Interessen der Kunden, Partner und Mitarbeiter“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Besonderen Wert habe sie auf eine nachhaltige Unternehmensführung und soziales Engagement gelegt. „Dabei lagen ihr sowohl die Förderung junger Athleten im Sport als auch die Unterstützung benachteiligter Gesellschaftsgruppen besonders am Herzen.“

Waltraud Lenhart hinterlasse ein erfolgreiches Unternehmen mit einem eingespielten Team, das für die Zukunft bestens gewappnet sei. Mit Friederike und Markus Lenhart geht Leki in die mittlerweile dritte Generation der Inhaberfamilie über. „Wir verlieren mit Waltraud Lenhart einen Menschen, der Leki und die Outdoorbranche mit seiner sozialen und empathischen Art geprägt hat. Wir werden alles daransetzen, das Lebenswerk in ihrem Sinne weiterzuführen“, sagte Matthias Hatt, der zusammen mit Martin Rominger die Geschäfte des Sportausrüsters wie bisher weiterführt.

1984 hatte das Unternehmen elf Mitarbeiter

Hervorgegangen war die Leki Lenhart GmbH aus dem 1948 in Dettingen/Teck gegründeten Holzverarbeitungsbetrieb von Karl Lenhart. Im Jahr 1984 übernahm dessen Sohn Klaus Lenhart, ein gelernter Werkzeugmacher, das Unternehmen mit damals elf Mitarbeitern. 1992 entstand der heutige Firmensitz in Kirchheim. Im Jahr 2000 baute Leki im tschechischen Tachov bei Marienbad eine eigene Produktionsfirma.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: