SAP hat seinen Umsatz 2015 kräftig gesteigert. Foto: dpa

Der Softwarehersteller SAP kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Der Umsatz in 2015 kletterte um 18 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern ging allerdings zurück, denn der Umbau hin zum erklärten Standbein Cloudsoftware belastet die Gewinnmargen.

Walldorf - Europas größter Softwarehersteller SAP hat das abgelaufene Geschäftsjahr dank der Euro-Schwäche mit einem kräftigen Wachstum abgeschlossen. Der Umsatz kletterte um 18 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern in der Nacht zum Dienstag überraschend anhand vorläufiger Zahlen in Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis) mitteilte. Dazu trug ein starker Anstieg bei sogenannter Cloudsoftware bei - Programme, die per Miete bezahlt und über das Internet abgerufen werden. Auch dank Zukäufen wuchs dieser Zweig auf mehr als das Doppelte.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern ging um zwei Prozent auf 4,25 Milliarden Euro zurück. Der Umbau hin zum erklärten Standbein Cloudsoftware belastet die Gewinnmargen. Um Sonderposten wie etwa Abfindungen bereinigt hat das Unternehmen seine Jahresziele nach eigenen Angaben aber übertroffen. Angaben zum Nettogewinn machte SAP zunächst nicht, diese sollen am 22. Januar folgen.

Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen in seinem Kerngeschäft, dem Verkauf von Software und Wartungsverträgen, mit weniger Wachstum als 2015. Dann sollen die Erlöse hier ohne Währungseffekte und vor Sonderposten um 6 bis 8 Prozent zulegen - vergangenes Jahr waren es 12 Prozent.

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