Hohe Ziele mit dem Traditionsclub SV Waldhof Mannheim: Trainer Gerd Dais. Foto: Baumann

Zweimal hintereinander hat Fußball-Regionalligist SV Waldhof Mannheim in der Aufstiegsrunde den Sprung in die dritte Liga verpasst. Im dritten Anlauf soll es klappen, doch vor der Partie bei den Stuttgarter Kickers läuft es noch nicht rund für die Elf von Trainer Gerd Dais.

Stuttgart - An diesem Mittwoch (19.30 Uhr/Gazistadion) empfangen die Stuttgarter Kickers den SV Waldhof Mannheim. Es ist das Duell zweier Fußball-Traditionsclubs, die eigentlich höhere Ambitionen als die vierte Liga haben. Für Waldhof-Trainer Gerd Dais (54) ist es zugleich eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, wenngleich er 2013 nur ein Vierteljahr bei den Blauen tätig war.

Herr Dais, sind Sie froh, dass Sie an diesem Mittwoch ein Auswärtsspiel haben?
Sie spielen auf unseren schlechten Rasen im Carl-Benz-Stadion an. Das ist wirklich nicht schön, vor allem wenn man selbst das Spiel machen muss. Auch mein Freiburger Kollege Christian Preußer ist erschrocken, als er den Platz sah. Ich denke im Gazistadion auf der Waldau ist der Platz gut. Deshalb freuen wir uns auf das Spiel bei den Kickers.
Nach dem 0:1 am vergangenen Sonntag gegen den blutjungen Aufsteiger SC Freiburg II hat Ihre Mannschaft etwas gutzumachen.
Das stimmt. Der schlechte Platz soll keine Ausrede sein: Wir hatten wahrlich nicht unseren besten Tag und wollen diese Heimniederlage in Stuttgart vergessen machen. Wir haben etwas gutzumachen.
Vorjahres-Meister SV Elversberg wartet noch auf den ersten Sieg und sogar das erste Tor. Ihr Team steht als Vize-Meister der vergangenen Runde im Mittelfeld. Steckt bei beiden Teams die Enttäuschung über den erneut entgangenen Aufstieg noch in den Kleidern?
Zum einen kann ich nur für mein Team sprechen. Zum anderen ist die Saison erst vier Spieltage alt. Bei uns steckt die Enttäuschung nicht in den Kleidern. Zumal wir auch viele neue Spieler im Kader haben. Wir müssen uns entwickeln und befinden uns trotz des jüngsten Rückschlags auf einem guten Weg.
Wie sehr fehlt Ex-Bundesligaprofi Michael Fink auf dem Platz, der nur noch als Co-Trainer zur Verfügung steht?
Erfahrene Spieler tun jeder Mannschaft gut. Wir konnten in Kevin Conrad vom Chemnitzer FC und Dorian Diring, der schon bei Erzgebirge Aue und dem Halleschen FC spielte, zum Beispiel zwei erfahrene Kräfte dazugewinnen. Die Mischung stimmt, zumal wir auch noch Spieler mit Entwicklungspotenzial haben, wie etwa den Ex-Kickers-Spieler Andreas Ivan.
Sie waren von Januar bis April 2013 Trainer der Kickers. Gibt es noch Kontakte?
Nein, da gibt es kein mehr.
Was trauen Sie den Blauen in dieser Saison zu?
Schwer zu sagen. Ich habe die Kickers in Walldorf gesehen. Da haben sie eine überragende erste Halbzeit gespielt, aber es versäumt die Tore zu machen, am Ende haben sie unglücklich mit 1:2 verloren.
Der SV Waldhof gilt als schwieriges Pflaster. Vor der Saison gab es Unstimmigkeiten zwischen Ihnen und Geschäftsführer Markus Kompp.
Alles ist ausgeräumt. Wir ziehen alle an einem Strang. Wir sind ambitioniert und versuchen alles …
…um endlich in die dritte Liga zu kommen?
Erst einmal müssen wir schauen, dass wir in der Regionalliga Erster oder Zweiter werden. Dann würden wieder die Aufstiegsrunde anstehen. Wir dürfen nicht zweiten Schritt vor dem ersten machen.

Stuttgarter Kickers - Regionalliga

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