Hunderte Feuerwehrleute kämpfen im staubtrockenen Kalifornien gegen die Waldbrände. Foto: dpa

Männer campten, machten ein Feuer und unterschätzten den Wind: Der blies die Glut in ein völlig ausgetrocknetes Waldgebiet. In wenigen Stunden waren in Kalifornien 700 Hektar Wald- und Buschland zerstört. Noch ist der Kampf nicht gewonnen für die Feuerwehr.

Männer campten, machten ein Feuer und unterschätzten den Wind: Der blies die Glut in ein völlig ausgetrocknetes Waldgebiet. In wenigen Stunden waren in Kalifornien 700 Hektar Wald- und Buschland zerstört. Noch ist der Kampf nicht gewonnen für die Feuerwehr.

Los Angeles - Nachlassende Winde haben den Feuerwehrleuten beim Kampf gegen Waldbrände im US-Bundesstaat Kalifornien eine Atempause beschert. Das Feuer breitete sich am Freitagvormittag (Ortszeit) nicht weiter aus. Hunderte Feuerwehrmänner kämpften am Donnerstag (Ortszeit) in den San Gabriel Mountains in der Nähe der Millionenmetropole Los Angeles gegen die Flammen.

Die Waldbrände bedrohen mehrere Wohngebiete. „Der Wind hat dort großteils aufgehört“, sagte Nathan Judy, ein Sprecher der Forstbehörde der Tageszeitung „Los Angeles Times“. Der Brand sei aber erst zu etwa 30 Prozent unter Kontrolle. Der Feuerwehreinsatz gehe weiter, doch einen Nachteinsatz von Hubschraubern zur Brandbekämpfung habe man abgesagt.

Das Feuer war am Donnerstagmorgen in einem Waldgebiet in der Nähe der Kleinstadt Glendora ausgebrochen und hatte bereits innerhalb weniger Stunden fast 700 Hektar Wald- und Buschland zerstört, wie das Blatt berichtete. Angesichts starker und heißer Winde breitete sich das Feuer ungewöhnlich schnell aus. Mindestens fünf Häuser wurden zum Raub der Flammen, zwei Feuerwehrmänner und ein Anwohner wurden verletzt.

Ausgelöst wurde der Brand vermutlich durch ein illegales Lagerfeuer. Die Polizei nahm drei Verdächtige fest, wie die Stadtverwaltung von Glendora mitteilte. Die Männer hätten im Wald gecampt und ein Lagerfeuer angezündet, sagte Polizeichef Tim Staab der „Times“. Starker Wind blies die Glut dann in das trockene Waldgebiet: „Sie kriegten Angst und rannten weg.“

Am Donnerstagabend durften einige Bewohner des betroffenen Gebietes in ihre Häuser zurückkehren. Kalifornien leidet derzeit unter einer schweren Dürre. 2013 gilt als eines der trockensten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen.

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