Man kann es erahnen: Von der neuen Sporthalle gibt es bisher dieses Modell. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Es soll ein Meilenstein für die Entwicklung des Sportparks auf der Waldau sein. Der Siegerentwurf der neuen Sporthalle ist nun beim Architektenwettbewerb gekürt worden. Für den Bau, vermutlich 2017/2018, muss der Gemeinderat noch Geld bewilligen. Bisher rechnet die Stadt mit Kosten von 9,23 Millionen Euro.

Stuttgart - Sie erscheint fast so, wie man es der bekannten Tafel Schokolade nachsagt: quadratisch gut. Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann (CDU) jedenfalls glaubt, dass das Preisgericht beim Architektenwettbewerb einstimmig einen rundum überzeugenden Entwurf für die neue Sporthalle auf der Waldau gekürt hat. Mehr Glück kann man auch kaum haben: Der Entwurf stammt von den Stuttgarter Büros Glück + Partner sowie Glück Landschaftsarchitektur.

Die Holzkonstruktion auf einem Betonsockel soll hinter einer Boccia-Fläche am Georgiiweg entstehen. Vom verglasten Haupteingang und dem Foyer fällt das Licht in Funktionsräume wie den Kraftraum sowie auf die drei Sportfelder und Zuschauertribünen. Hinter denen wiederum sind Geräte-, Technik- und Umkleideräume angeordnet. Sie werden, weil das Gelände hier höher ist als am Georgiiweg, zum Teil unter der Erdoberfläche sein. Weiter oben soll es von außen zugängliche Umkleidekabinen für Freiluftsportler geben. Zudem im Obergeschoss auch Büros für die benachbarte Eissporthallen. Ergänzt wird die Halle durch einen Actionplatz mit Tischtennisplatten, Kraxelmöglichkeiten für Parkoursportler und sportliche Betätigung auf der Straße. Zudem sind ein Kleinspielfeld sowie eine Gymnastik- und Pausenwiese geplant. Unter der Halle entsteht eine Tiefgarage.

570.000 Euro kostet die Planung

Kompakt, einfach, klar? Ja, sagte Hochbauamtsleiter Ulrich Klenk am Mittwoch, aber solche Einfachheit müsse meist aufwendig entworfen werden. Der vorgegebene Funktionsmix sei komplex gewesen. Die 17 Entwürfe hätten sich sehr unterschieden.

Eisenmann sprach von einem „Meilenstein“ für die Entwicklung des Sportparks. Die Halle sei bei den Vereinen und den Bürgern, die an einer vorbildlichen Planungswerkstatt für die Waldau beteiligt gewesen seien, hoch erwünscht. Für die Planung stehen 570 000 Euro zur Verfügung. Für den Bau, vermutlich 2017/2018, muss der Gemeinderat noch Geld bewilligen. Bisher rechnet man mit Kosten von 9,23 Millionen Euro. Mit dem Projekt nähert sich die Entwicklung der Waldau dem vorläufigen Schlusspunkt. Danach will man noch ein Verkehrskonzept und einen zentralen Platz beim Gazistadion umsetzen. Aber schon mit der Halle werde der öffentliche Raum der Waldau neu sortiert, meinten Ritz und Landschaftsarchitekt Michael Glück.

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