Hans Peter Stihl, langjähriger Geschäftsführer der Firma Stihl mit Sitz in Waiblingen, hat für sein Lebenswerk den Deutschen Gründerpreis erhalten.
. Der 93-jährige Hans Peter Stihl, langjähriger Geschäftsführer der Firma Stihl mit Sitz in Waiblingen, hat für sein Lebenswerk den Deutschen Gründerpreis erhalten. „Es erfüllt mich mit Stolz, diesen Preis stellvertretend für meinen Vater entgegenzunehmen zu dürfen. Er ist ein großes Zeichen der Anerkennung für alles, was er geschaffen und an die nachfolgenden Generationen weitergegeben hat“, sagte Nikolas Stihl, Beirats- und Aufsichtsratsvorsitzender, laut einer Mitteilung seines Unternehmens vom Mittwoch anlässlich der Preisverleihung am Dienstagabend in Berlin. „Der Macher mit Haltung, Geradlinigkeit und klaren Prinzipien schrieb eine der ganz großen Geschichten des deutschen Mittelstands“, urteilte die Gründerpreis-Jury.
Hans Peter Stihl trat 1960 in das Unternehmen seines Vaters, Firmengründer Andreas Stihl, ein und führte es von 1973 bis 2002 als geschäftsführender Gesellschafter. Unter seiner Führung entwickelte sich die Firma von einem mittelständischen Hersteller von Motorsägen zu einem international führenden Anbieter von Forst-, Landwirtschafts- und Gartentechnik. Heute produziert das Unternehmen in sieben Ländern auf vier Kontinenten und vertreibt seine Produkte mit 44 eigenen Vertriebsgesellschaften und 120 Importeuren in über 160 Ländern.
Gründerpreis wird seit 1997 verliehen
Der Deutsche Gründerpreis in der Kategorie „Aufsteiger“ ging an „Neura Robotics“ (Metzingen), ein Unternehmen, das Roboter herstellt, die nicht nur präzise mechanische Aufgaben erledigen, sondern ihre Umwelt aktiv wahrnehmen, verstehen und darauf reagieren können.
Der vom Bundeswirtschaftsministerium verliehene Preis in der Kategorie „Schüler und Schülerinnen geht“ an vier Schüler der Beruflichen Schulen im hessischen Eschwege, die eine App zur Aufklärung über das Thema Verhütung entwickelten. Das Unternehmen PlanQC in Garching bei München wurde in der Kategorie „Startup“ ausgezeichnet. Es entwickelt Quantencomputer auf Basis neutraler Atome und bringt damit eine der derzeit anspruchsvollsten Technologien weltweit in die Anwendung. Der Sonderpreis ging an die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien in Freyburg (Burgendlandkreis), ein ostdeutsches Unternehmen, das nach dem Fall der Mauer als Sanierungsfall begann und sich dann zur Nummer eins im Land entwickelte.
Der Deutsche Gründerpreis von Sparkassen, ZDF, Porsche und Frankfurter Allgemeine Zeitung ist eine Auszeichnung für herausragende Unternehmerpersönlichkeiten in Deutschland und zählt nach eigenen Angaben zu den renommiertesten Wirtschaftspreisen des Landes. Seit 1997 wird der Preis an erfolgreiche Gründerinnen und Gründer sowie ihre Unternehmen verliehen, um ihre Leistungen sichtbar zu machen und weiter zu fördern.