Der 17-Jährige soll einen Tankstellenmitarbeiter mit einem Messer bedroht haben (Symbolfoto). Foto: imago images/Gottfried Czepluch

Die Polizei hat offenbar einen Überfall auf eine Waiblinger Tankstelle aufgeklärt. Sie nahm einen 17-Jährigen fest, der die Tat im vergangenen August verübt haben soll.

Ein 17-Jähriger, der Anfang August versucht haben soll, eine Tankstelle in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) zu überfallen, sitzt seit dem 2. Dezember in Untersuchungshaft. Laut der Polizei ist es eine DNA-Spur gewesen, die zu dem mutmaßlichen Räuber geführt habe.

 

Seinerzeit im Sommer hatte ein unbekannter Täter an einem frühen Donnerstagmorgen gegen 5.15 Uhr eine Tankstelle in der Mayenner Straße in Waiblingen betreten, ein Messer gezückt und Geld gefordert. In der Folge war es laut dem damaligen Polizeibericht zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem unbekannten Täter und einem Mitarbeiter der Tankstelle gekommen. Daraufhin hatte der Räuber ohne Beute die Flucht ergriffen. Bei der Rangelei war der Tankstellenmitarbeiter leicht an einem Finger verletzt worden.

DNA-Spur führt zum Tatverdächtigen

Der Staatsanwaltschaft Stuttgart und der Kriminalpolizei Waiblingen sei es nun nach „akribischen Ermittlungen“ gelungen, einen 17-jährigen Tatverdächtigen festzunehmen. Unter anderem habe eine DNA-Spur vom Tatort zu dem jungen Mann geführt. Er sei am Dienstag unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden und sitze inzwischen in Untersuchungshaft in einer Justizvollzugsanstalt.

Weit kurioser hatte sich ein im Januar 2023 verübter Tankstellenüberfall in Winterbach aufgeklärt. Eine damals 26-jährige Angestellte hatte einem maskierten Räuber zunächst mehrere hundert Euro aus der Kasse ausgehändigt. Wenige Tage später hatte sie den Mann an seinem Gang wiedererkannt und ihn festgesetzt.

Eine Fahndung der Polizei direkt nach der Tat war im Sande verlaufen – nicht aber die Nachforschung der jungen Frau. Diese nämlich studierte seinerzeit die Bilder der Überwachungskamera und erinnerte sich dabei an den ihrer Auffassung nach ungewöhnlichen Gang des Täters. Und als sie sicher war, ihn keine zwei Wochen nach der Tat bei einem Einkauf just an gleicher Arbeitsstelle zu erkennen, konfrontierte sie ihn mit seiner mutmaßlichen Entlarvung. Als er alles abstritt, verriegelte sie die Tankstellentüren und alarmierte die Polizei.