Im Waiblinger Stadtteil Neustadt soll eine gefährliche Kreuzung entschärft werden. Foto: Pascal Thiel

In Neustadt und Hohenacker sollen Verkehrsprobleme an der Durchfahrtsstraße behoben und Gefahrenstellen entschärft werden.

Waiblingen - Die Verkehrsbelastung an den Durchgangsstraßen in den Waiblinger Stadtteilen Neustadt und Hohenacker ist hoch, manche Gefahrenstelle mit erhöhtem Unfallaufkommen findet sich auch entlang der durch die Ortschaften führenden Kreisstraße. Das ist Grund genug für die Stadt, den gesammelten neuralgischen Punkten mit einer Verkehrskonzeption Waiblingen-Neustadt-Hohenacker zu Leibe zu rücken, deren drei Bausteine, samt diversen Unterabschnitten und den jeweiligen Lösungsvarianten jetzt im Planungsausschuss des Gemeinderats vorgestellt worden sind.

Die Kreuzung an der Klinglestalstraße ist ein Unfallschwerpunkt

Ein besonderes Augenmerk bei den Planungen für ruhigeren Verkehrsfluss und mehr Sicherheit entlang der Ortsdurchfahrten gilt der unfallträchtigen Kreuzung der Neustädter Hauptstraße mit der aus Richtung Hegnach durchs Tal führenden Klinglestalstraße. Dort staut sich zum einen in den Hauptverkehrszeiten der Verkehr beträchtlich. Zum andern führten riskante Ausfahrten auf die vorfahrtsberechtigte Durchgangsstraße regelmäßig zu Karambolagen. Von den unterschiedlichen Varianten, die für jenen Kreuzungspunkt im Konzeptionsentwurf stehen, favorisiert die Stadtverwaltung diejenige einer Ampelanlage. Eine solche steuere sämtliche Verkehrströme, sorge für Sicherheit am Knotenpunkt und zugleich auch noch dafür, dass die Abkürzungsstrecke auf dem kleinen Sträßle nicht zu attraktiv wird.

Warnung vor zusätzlichem Verkehr

Der Neustädter Ortschaftsrat hat sich an jener Stelle hingegen für einen Kreisverkehr ausgesprochen, der im Konzept als weitere Lösungsmöglichkeit aufgeführt wird. Für diese Lösung warben in der Ausschusssitzung auch die beiden Neustädter Ratsmitglieder Urs Abelein (SPD) und Peter Abele (CDU). Wegen der zu erwartenden Veränderung der Verkehrsströme mit deutlicher Zunahme der Frequenz auf der Klinglestalstraße warnte die Baubürgermeisterin Birgit Priebe aber vor dieser Lösung, wenngleich sie diese rein städtebaulich durchaus für attraktiv halte. „Wir haben große Bedenken“, sagte sie und erhielt Unterstützung von Alfonso Fazio (Alternative Liste): „Jede Attraktivitätssteigerung bringt mehr Verkehr, dabei wollten wir den Schleichverkehr dort doch weg haben.“ Bevor entschieden wird sollen nun nochmals die zu erwartenden Veränderungen der Verkehrsströme untersucht und geklärt werden, ob die für beide Lösungen nötigen Grundstückskäufe möglich sind.

Eine weitere Baustelle entlang der Durchfahrten wird die Kreuzung Karl-Ziegler-/Theodor-Heuss-Straße in Hohenacker sein, für die ebenfalls ein Kreisverkehr als Lösung zur Debatte steht. Im Konzept untersucht werden zudem die Veränderung von Bushaltebuchten und der Buszufahrt zur S-Bahnstation sowie die Machbarkeit einer durchgängigen Radfahrspur von Hohenacker bis zum Kreisverkehr an der Neustädter Straße in Waiblingen.

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