Die Baden-Württemberger sind mit ihrem Ministerpräsidenten zufrieden. Wäre am Sonntag Landtagswahl, würden die Grünen im Südwest 25 Prozent erreichen – drei Prozentpunkte mehr als bei der letzten Umfrage im November Foto: dpa

Eine neue Wahlumfrage fürs Land sieht die Regierung und die Opposition gleichauf. Erstmals wäre Grün-Rot-Rot in Baden-Württemberg möglich.

Stuttgart - Stuttgart - Baden-Württembergs Grüne haben angesichts der jüngsten Wahlumfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest-Dimap gleich doppelt Grund zum Jubeln: Nicht nur die Partei ist in der Wählergunst gestiegen, sondern auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann ganz persönlich. 72 Prozent der Befragten zeigten sich mit ihm zufrieden, das ist ein neuer Bestwert.

Die Südwest-Grünen würden, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre, 25 Prozent erreichen. Das sind drei Prozentpunkte mehr als bei der letzten Umfrage im November. „Die Baden-Württemberger wissen: Dieser Mann tut dem Land gut“, kommentierten die Grünen-Vorsitzenden Thekla Walker und Oliver Hildenbrand die von „Stuttgarter Zeitung“ und SWR initiierte Umfrage.

Eine Mehrheit hat die aktuell regierende Koalition wegen der SPD-Schwäche aber keineswegs. SPD-Generalsekretärin Katja Mast beklagte angesichts der 18 Prozent (-2) den Mangel an Rückenwind aus Berlin. „Die Schwäche der SPD auf Bundesebene macht es uns nicht gerade leichter, schneller voranzukommen.“

Die CDU verliert sogar drei Prozentpunkte und steht nun auf 38 Prozent. Dies zeige, dass vor der CDU noch viel Arbeit liege, sagten Spitzenkandidat Guido Wolf und Parteichef Thomas Strobl. Immerhin konnte Wolf mittlerweile seinen Bekanntheitsgrad erhöhen. Und die Zufriedenheit mit seiner Arbeit stieg um drei Punkte auf 29 Prozent. Beunruhigt zeigen sich Wolf und Strobl über die fünf Prozent der Linken: „Stand heute hat Grün-Rot-Rot eine Mehrheit im Land, ich bin mir aber sicher, dass die Menschen dies nicht wollen.“

Auf fünf Prozent (+2) steigert sich gegenüber November auch die FDP. „Das macht Mut und spornt uns an“, kommentierte die Landeschef Michael Theurer. Das sei ein erster Schritt in die richtige Richtung.

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