Der Kreiswahlausschuss hat die Auszählung der Landtagswahl kontrolliert (Symbolfoto). Foto: Katharina Kausche/dpa

410 Wahlprotokolle, kaum Korrekturen: Der Kreiswahlausschuss hat das vorläufige Endergebnis der Landtagswahl im Rems-Murr-Kreis geprüft. Alle drei Direktmandate bleiben bei der CDU.

Nach der Wahl kommt die Kontrolle. Im Rems-Murr-Kreis hat der Kreiswahlausschuss nun das vorläufige amtliche Endergebnis der Landtagswahl festgestellt. Große Überraschungen gab es dabei nicht: Das Ergebnis vom Wahlabend bleibt im Wesentlichen bestehen.

 

Wie das Landratsamt mitteilt, sind in den vergangenen Tagen insgesamt 410 Niederschriften aus 300 Wahlbezirken sowie 110 Briefwahlbezirken überprüft worden. Mitarbeitende des Landratsamtes hätten die Unterlagen seit dem Wahlabend sorgfältig geprüft, federführend durch das Kommunalamt.

Wahlprüfung im Rems-Murr-Kreis: nur minimale Korrekturen

Die Kontrolle habe nur geringe Abweichungen ergeben. In 21 der insgesamt 31 Kommunen im Rems-Murr-Kreis habe das Ergebnis vom Wahlabend unverändert übernommen werden können. In zehn Gemeinden seien kleinere Berichtigungen erforderlich gewesen – vor allem bei statistischen Angaben wie der Wahlbeteiligung.

Die Auswirkungen auf das Gesamtergebnis seien jedoch minimal gewesen. Politisch bleibe das Bild damit unverändert: In allen drei Wahlkreisen im Rems-Murr-Kreis gingen die Direktmandate an Kandidaten der CDU.

CDU dominiert: Alle Direktmandate im Rems-Murr-Kreis gewonnen

Im Wahlkreis Waiblingen wurde Siegfried Lorek mit 25.775 Erststimmen gewählt. Auf Platz zwei folgte die Grünen-Kandidatin Swantje Sperling mit 20.722 Stimmen.

Im Wahlkreis Schorndorf gewann Christian Gehring (CDU) mit 24.154 Stimmen das Direktmandat. Hinter ihm lag Florian Haßler von den Grünen mit 16.928 Stimmen.

Die CDU landete sowohl bei den Direktmandaten als auch in der Summe der Zweitstimmen im Rems-Murr-Kreis wieder vor den Grünen. Foto: Frank Rodenhausen

Auch im Wahlkreis Backnang ging das Direktmandat an die CDU. Dort wurde Jens Steinat mit 23.006 Stimmen gewählt. Der AfD-Kandidat Daniel Lindenschmid (16.661) holte die zweitmeisten Stimmen

Auch bei den Zweitstimmen liegt über alle Wahlkreise hinweg die CDU vorn – allerdings nur knapp. 63.641 Mal setzten die Wähler ihr Kreuzchen hinter die Chrisdemokraten, Bündnis 90/Die Grünen erhielt 63.411 Zweitstimmen.

Dank an Wahlhelfer: Sigel lobt Beitrag zur Demokratie

Der Kreiswahlleiter und Landrat Richard Sigel dankt allen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern in den Kommunen sowie den Mitgliedern des Kreiswahlausschusses und den Wahlprüfern im Landratsamt. Das knappe Wahlergebnis zeige, wie wichtig eine gründliche Prüfung sei. Die Beteiligten leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Demokratie, betont Sigel.

Das endgültige amtliche Endergebnis wird allerdings nicht auf Kreisebene festgestellt. Wie das Landratsamt mitteilt, wird die Landeswahlleiterin dieses Ende März bekanntgeben.