In Stuttgart lag die Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl bei 70,8 Prozent. Foto: Marijan Murat/dpa

Die Wahlbeteiligung in Stuttgart bei der Landtagswahl lag bei 70,8 Prozent. Doch sie schwankte stark je nach Wahllokal. Wo war sie am höchsten – und wo bei nur knapp 40 Prozent?

Nun steht es fest: Die Grünen haben die Landtagswahl in Baden-Württemberg mit einem knappen Vorsprung von einem halben Prozentpunkt vor der CDU gewonnen. Die Partei von Spitzenkandidat Cem Özdemir und wahrscheinlichem Nachfolger des aktuellen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann kam auf 30,2 Prozent, dicht gefolgt von der CDU um Manuel Hagel mit 29,7 Prozent der Stimmen.

 

In Stuttgart lag die Wahlbeteiligung bei 70,8 Prozent, in ganz Baden-Württemberg nur knapp darunter mit 69,6 Prozent. Doch in welchen Wahllokalen in Stuttgart war die Stimmenabgabe am höchsten und wo am niedrigsten?

Die höchste Wahlbeteiligung mit 87,5 Prozent war im Wahlkreis I in der Mühlbachhofschule im Stadtteil Am Bismarckturm in Stuttgart-Nord zu verzeichnen, wie die Stadt Stuttgart auf Anfrage mitteilte. Von den 1460 wahlberechtigten Personen gaben hier 1277 ihre Stimme ab. In diesem Wahlkreis holte die Grünen-Politikerin und Landtagspräsidentin Muhterem Aras mit 46,9 Prozent der Stimmen das Direktmandat.

Am wenigsten Stimmen wurden in der Carl-Benz-Schule im Stadtteil Hallschlag im Wahlkreis IV in Bad Cannstatt abgegeben. Von den 1677 Wahlberechtigten gingen nur 653 zum Wählen. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 38,9 Prozent. Im Wahlkreis IV ging das Direktmandat – wie in allen vier Stuttgarter Wahlkreisen – an die Grünen. Die amtierende Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg, Petra Olschowski, zieht mit 33,6 Prozent der Stimmen in den neu gewählten Landtag ein.

Alle vier Grüne-Kandidaten holten in Stuttgart das Direktmandat und ziehen in den Landtag ein. Foto: IMAGO/Arnulf Hettrich

Stimmenkönig Özdemir

Die anderen beiden Direktmandate aus den Wahlkreisen Stuttgart II und III gingen an Cem Özdemir mit 47,9 Prozent der Stimmen, sowie an Oliver Hildenbrand mit 30,3 Prozent. Özdemir wurde zum „Stimmenkönig“ gekürt, er erzielte den höchsten Stimmenanteil für ein Direktmandat.