Wahl zum Spieler des 32. Spieltags Kostic verleiht dem VfB Flügel

Von SIR 

VfB-Flügelflitzer Filip Kostic steht bei bundesliga.de zur Wahl zum Spieler des Monats. Foto: dpa
VfB-Flügelflitzer Filip Kostic steht bei bundesliga.de zur Wahl zum Spieler des Monats. Foto: dpa

Gemeinsam mit Daniel Didavi war VfB-Flügelflitzer Filip Kostic Garant für den 2:0-Sieg der Schwaben gegen Mainz. Nun können Fans den 22-Jährigen auf bundesliga.de zum Spieler des 32. Spieltags wählen.

Stuttgart - Filip Kostic ist beim VfB Stuttgart seit einigen Wochen kaum wiederzuerkennen. Anfangs noch mit durchwachsenen Leistungen ist der Serbe längst nicht mehr aus der Startelf wegzudenken, wirbelte zuletzt regelmäßig die Abwehrreihen der Gegner durcheinander, bereitete Tore vor - oder traf, wie zuletzt gegen den 1. FC Mainz 05 selbst.

Lohn seiner Mühen - der Flügelflitzer Filip Kostic steht bei bundesliga.de zur Wahl zum Spieler des 32.Spieltags. Eine Chance für alle VfB-Fans ihn noch einmal zusätzlich für den Kampf um den Klassenerhalt zu pushen.

Der spielerische Aufschwung des teuersten Sommertransfers (für sechs Millionen Euro vom FC Groningen) straft all jene Lügen, die ihn bereits als Fehleinkauf abgestempelt haben Ein wenig vorschnell in seinem Urteil war etwa Fußball-Experte und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, der den 22-Jährigen unlängst als "nicht bundesligatauglich" bezeichnet hatte. Jetzt da der serbische Junioren-Nationalspieler dem lahmenden Spiel der Roten über die Außen wieder Flügel verleiht, adelt Matthäus ihn mit einem Vergleich. "Er erinnert mich mittlerweile an Franck Ribéry."

Lob kommt auch von Hamann und Dutt

Und auch Dietmar Hamann, ebenfalls Ex-Nationalspieler, lobt: "Derzeit gibt es nicht viele bessere Außenspieler in der Bundesliga." Sein schneller Antritt und scharfe Flanken zeichnen Kostic aus, den sie in der niederländischen Ehredivisie schon als „kleinen Robben“ bezeichnet haben. Dass es noch ein weiter Weg bis zum echten Arjen Robben ist, weiß der 22-Jährige aber genau. Noch fehlt die konstante Torgefahr, die Durchsetzungskraft im Zweikampf und die Tempohärte, durch die sich die Bundesliga wesentlich von der ersten holländischen Division unterscheidet.

„Die Bundesliga ist mit das Beste – wenn du es hier packst, schaffst du es überall“, gibt sich Kostic selbstkritisch. Mehrere Monate hat er gebraucht, um sich auf Bundesliga-Niveau umzustellen. Jetzt sei er aber voll da. Ähnlich sieht es der VfB-Sportvorstand. „Manchen Spielern muss man Zeit geben – vor allem, wenn sie aus einer Liga kommen, in der das Tempo nicht ganz so hoch ist“, sagt Robin Dutt. „Aber seine Formkurve geht nach oben.“

Vor der Saison galt der einst von Ex-Sportvorstand Fredi Bobic geholte Sechs-Millionen-Mann als Hoffnung auf eine bessere Zukunft beim VfB. Beginnt diese erst jetzt, mit einem Dreivierteljahr Verspätung? Kostic jedenfalls hat den nächsten Gegner fest im Blick.

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