Wünscht dem Nachfolger aus der Ferne alles gute: Wolfgang Dietrich. Foto: Baumann

Wolfgang Dietrich spricht nach der Wahl des neuen Präsidenten über seinen Nachfolger beim VfB Stuttgart und die anstehenden Herausforderungen beim Fußball-Zweitligisten.

Stuttgart - Er war nur noch stiller Beobachter, als am Sonntag in der Schleyerhalle ein neuer Präsident für den VfB Stuttgart gewählt wurde – Wolfgang Dietrich, der im Juli zurückgetretene Präsident des VfB. Nach der Wahl des neuen Vereinschefs äußert sich der 71-Jährige zur Mitgliederversammlung.

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Herr Dietrich, Sie wurden auf der Mitgliederversammlung des VfB nicht entlastet. Wie stehen Sie dazu?

Ich nehme das zur Kenntnis und werde zu einem späteren Zeitpunkt gerne ausführlich Stellung nehmen. Im Lichte der Stimmung der Mehrheit der etwas mehr als drei Prozent anwesenden Mitglieder, die bei der Versammlung abgestimmt haben, ist es für mich weder eine Überraschung noch eine Enttäuschung.

Was sagen Sie zur Wahl Ihres Nachfolgers?

Ich gratuliere Claus Vogt zu seiner Wahl zum Präsidenten des VfB Stuttgart e. V. und wünsche ihm persönlich und für die Ausübung seines Amts alles Gute.

Ist Claus Vogt eine gute Wahl für den VfB?

Diese Frage lässt sich aktuell noch nicht beantworten – dazu kann man erst in ein paar Monaten etwas sagen, wenn sichtbar wird, welche Entwicklung der Verein unter der neuen Führung nimmt.

Welche Herausforderungen warten jetzt auf den neuen Präsidenten?

Die Herausforderungen, vor welchen der VfB insgesamt steht, sind hinlänglich bekannt und haben sich seit meinem Ausscheiden im Sommer auch nicht verändert. Es wird sich nun zeigen, wie das neu formierte Präsidium des e. V., aber auch der Aufsichtsrat und Vorstand der AG, mit diesen Herausforderungen umgeht und ob die für den VfB richtigen Entscheidungen getroffen werden.

Wie haben Sie den Wahlkampf aus der Distanz wahrgenommen?

Was mich etwas verwundert hat, ist, dass beide Kandidaten sich sowohl was die Kernaussagen im Wahlkampf betrifft als auch hinsichtlich der Zielgruppen, die sie innerhalb des Vereins ansprechen, doch sehr ähnlich waren. Es gab mehr oder weniger ein Konzept, das von zwei Personen vertreten wurde. Hier hätte ich mir mehr Vielfalt gewünscht. Die Möglichkeit dazu wurde durch die Satzungsänderung im Rahmen der Ausgliederung ja geschaffen.

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