„Die Perfektion von Waffen und Kriegstechnik führt nicht zu einer Lösung der uns weltweit bedrängenden Probleme“, sagt der Landesbischof Frank Otfired July (Archivbild). Foto: dpa

Die Waffenmesse ITEC, die zum ersten Mal in Stuttgart stattfinden soll, bekommt immer mehr Gegenwind. Jetzt auch von den Kirchen.

Stuttgart - Der württembergische Landesbischof Frank Otfried July hat sich gegen die Veranstaltung von Waffenmessen in Stuttgart ausgesprochen. „Als Kirche sind wir dem Frieden verpflichtet und damit der weltweiten Gerechtigkeit. Die Perfektion von Waffen und Kriegstechnik führt nicht zu einer Lösung der uns weltweit bedrängenden Probleme“, teilte July am Donnerstag zum Auftakt der Synode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg mit.

In Stuttgart wird die Internationale Militär- und Waffentechnikmesse ITEC vom 15. bis 17. Mai veranstaltet. Der Landesbischof forderte Messegesellschaft, Land und Stadt auf, die Messe künftig nicht für die ITEC und andere Rüstungs- und Waffenmessen zur Verfügung zu stellen. „Ich möchte, dass Stuttgart weiter Bibelhauptstadt und keine Showstadt für moderne Waffen ist.“

Die Synode der Landeskirche beschäftigt viele Themen

Bis Samstag befasst sich das Kirchenparlament in Stuttgart bei seiner Frühjahrstagung unter anderem mit der Barrierefreiheit ihrer Gebäude. Für diesen Zweck sollen die Ausgaben im Haushalt 2019 um fünf Millionen Euro erhöht werden. Außerdem befassen sich die 98 Synodalen mit einem mehr als zwölf Millionen Euro umfassenden Paket zur Förderung von Ehe und Familie. Das Geld soll unter anderem Mutter-Kind-Kliniken, Kindertagesstätten und Familienzentren zufließen.

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