Bleiben die Fahrpreise im VVS im Jahr 2020 unverändert? Dafür liegt ein Vorschlag vor. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Keine Fahrpreiserhöhung im Jahr 2020? Land, Landeshauptstadt und die Verbundlandkreise haben eine Vorschlag erarbeitet. Der wird in den Landkreisen für Debatten sorgen.

Stuttgart - Auch 2020 soll es im Tarif- und Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) keine Fahrpreiserhöhung geben. Um die gestiegenen Kosten abzudecken, haben das Land, die Stadt und die VVS-Landkreise am Dienstag einen gemeinsamen Vorschlag gemacht, der in den politischen Gremien beraten werden soll. Demnach würde das Land 3,15 Millionen Euro zusätzlich als Zuschuss geben, die Kreise müssten 3,47 Millionen mehr aufbringen, Stuttgart 2,84 Millionen Euro – und das fünf Jahre lang, damit die Preise 2021 nicht auf einen Schlag drastisch stiegen.

Der VVS hat errechnet, dass die Kosten um 3,5 Prozent steigen. 1,8 Prozent könnten durch mehr Fahrgäste abgedeckt werden, es verblieben an die zehn Millionen Euro als Ausgleichsbetrag. „Das positive Signal der großen Tarifreform wollen wir nicht schmälern und deshalb eine Nullrunde erreichen“, sagt OB Fritz Kuhn (Grüne). „Wir haben einen merklichen Zuwachs bei den Fahrgastzahlen, das wollen wir weiter unterstützen“, so Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Landrat Heinz Eininger (Esslingen) nennt den Vorschlag „überlegenswert“, doch die Kreise trügen die größte finanzielle Last und müssten beraten, zumal auch in In­frastruktur investiert werden müsse.

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