Der VVS Rider ist noch neu in Leinfelden-Echterdingen und ergänzt das bisherige Busangebot dort. Foto: Torsten Schöll

Damit der VVS-Rider-Bus schnell starten kann in Leinfelden-Echterdingen, ist die digitale Logistik von SSB Flex übernommen worden. Da ist aber eine Bezahlfunktion hinterlegt, die der Rider-Nutzer gar nicht benötigt.

Schon seit Längerem hat die SSB das „SSB Flex“-Angebot. Das ist eine Ergänzung zu den üblichen Bussen und Bahnen im Liniendienst, ermöglicht individuelleres Ankommen am Ziel oder Losfahren, vor allem in den Abend- und Nachtstunden, wenn die Wege zur nächsten Haltestelle oder Endstation lang und einsam sind.

 

Der VVS will da nicht hinten anstehen und bietet dazu als Pilot in Leinfelden-Echterdingen den VVS-Rider an. Auch das ist ein kleinerer Bus, der individuellere Fahrten ermöglicht. Auch hier gibt man am besten per Handy-App an, wo man wann sein möchte und bekommt dann Bescheid, wann die Fahrt tatsächlich losgeht. Um dieses Angebot möglichst schnell nutzen zu können, hat der VVS die digitale Logistik von SSB Flex übernommen.

Die reinen VVS-Fahrer stolpern da über ein Problem. Denn der große Unterschied zwischen den beiden Angeboten ist: Das SSB-Flex-Angebot kostet einen Zuschlag, abhängig von der Entfernung und der Zahl der Mitfahrenden. Der VVS-Rider kostet keinen Zuschlag, ein gültiger Fahrausweis genügt. Und dennoch erwartet das Anmelde-Prozedere beim VVS-Rider, dass man die Nummer seiner Kreditkarte eingibt oder andere Zahlungsmethoden wie PayPal auswählt.

Künftig soll es die Tickets auch in den Fahrzeugen zu kaufen geben

Der VVS-Sprecher Niklas Hetfleisch dazu: „Beim VVS-Rider handelt es sich um ein Pilotprojekt. Das Buchungssystem der SSB konnte dazu schnell aufgesetzt werden.“ Das heißt: Mit dieser App kann auch SSB Flex gebucht werden. Man muss aber nicht. Denn wer lediglich eine Fahrt im Leinfelden-Echterdinger VVS-Gebiet bucht, bei dem wird keine Zahlungsfunktion aktiviert. Das heißt allerdings für die aktuelle Startphase: Die Fahrgäste müssen ein gültiges VVS-Ticket vorzeigen zum Antritt der Rider-Fahrt, das sie zuvor an den üblichen Fahrkartenautomaten gelöst haben oder bei den Fahrern der regulären Buslinien.

So können auch Minderjährige den VVS-Rider per App buchen, indem sie etwa die Kreditkartennummer ihrer Eltern angeben oder deren PayPal-Zugang. Und es ist gewährleistet, dass auf diese Weise keine Beträge abgebucht werden. Andere, die mit solchen Dingen nicht so vertraut sind, wenden sich in dieser Sache am besten an Bekannte.

Das klingt im Detail knifflig. Laut Hetfleisch ist es der Startphase geschuldet: „Der Ticketverkauf wird auch in den Fahrzeugen des VVS Rider möglich sein. Aktuell fehlt es da aber leider noch an den mobilen Endgeräten, die das möglich machen“.