Die Fahrt im Nahverkehr soll von 2018 an teurer werden. Dagegen gibt es Widerstand. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Die Fahrt im Nahverkehr soll von 2018 an teurer werden. Dagegen gibt es Widerstand. Der Verkehrsclub hat ganz andere Vorschläge für VVS-Tickets und Tarifzonen.

Stutttgart. - Die von OB Fitz Kuhn (Grüne) in dieser Woche vorgeschlagene Tariferhöhung im Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) von 1,9 Prozent für das Jahr 2018 wird vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) abgelehnt. Der Stuttgarter Kreisverband kritisiert außerdem scharf den Plan, in der nächsten Feinstaubperiode ab Mitte Oktober verbilligte Tagestickets für Bus und Bahn anzubieten.

„Wir sprechen uns ausdrücklich gegen Sonderregelungen bei Feinstaubalarm aus“, so VCD-Vorsitzender Christoph Link. Feinstaubtickets hätten „bisher kaum eine steuernde Wirkung und benachteiligen treue VVS-Dauerkunden“. Die Kosten für das Ticket würden außerdem die Mehreinnahmen aus der Fahrpreiserhöhung verschlingen.

Die zehn wichtigsten Fakten zum Thema Feinstaub in Stuttgart sehen Sie im Video:

Nicht gerechtfertigt

Eine Preiserhöhung sei weder gerechtfertigt noch begründbar, solange Busse und Bahnen nicht pünktlich und zuverlässig seien. „1,9 Prozent Preiserhöhung sind keine Nahverkehrsoffensive, damit gewinnt man auch keine zusätzlichen Kunden“, so Link. Er warnt auch vor einer neuen Tarifzoneneinteilung. Sinnvoller sei es, innerhalb der Städte vergünstigte Innenstadttickets für einen Euro anzubieten. Der VCD schlägt vor, das heutige Kurzstreckenticket (1,30 Euro für drei Haltestellen) auf fünf Haltestellen auszuweiten. Wenn es in Stuttgart – wie von einer Mehrheit des Gemeinderates und Kuhn gewünscht – ab 2019 eine statt zwei VVS-Zonen geben sollte, müsse es für kürzere Strecken eine Lösung geben, die preislich deutlich unter dem Zonenticket liege.

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