Der Vulkan Villarrica war zuletzt im Jahr 2000 ausgebrochen. Foto: dpa

Tausende Menschen hatten ihre Häuser verlassen müssen, weil im Süden Chiles der Vulkan Villarrica ausgebrochen war. Nun sieht es so aus, als beruhige sich der lavaspuckende Berg wieder.

Santiago de Chile - Der Vulkan Villarrica im Süden Chiles hat sich einen Tag nach seinem Ausbruch wieder beruhigt. Die Behörden erlaubten Tausenden Menschen am Dienstag (Ortszeit), in ihre Häuser zurückzukehren, nachdem der gewaltige Lavastrom abgeklungen war.

Die höchste Alarmstufe (Rot) wurde im Risikogebiet aber weiter aufrechtgehalten. Etwa 400 Familien mussten in den von der Regierung bereitgestellten Unterkünften bleiben, da sie sehr nah an dem 2847 hohen Vulkan wohnen.

„Der Vulkan hat sich beruhigt“, sagte Staatschefin Michelle Bachelet nach einem Treffen des Krisenkabinetts. Der Gouverneur der betroffenen Region Araucanía, Francisco Huenchumilla, warnte aber: „Die Vulkane sind unberechenbar.“ Innenminister Rodrigo Peñailillo rief die Bevölkerung zur Besonnenheit auf.

Rund 3600 Bewohner der umliegenden Orte waren wegen des Ausbruchs in Sicherheit gebracht worden. Der Vulkan hatte Dienstagfrüh tonnenweise Lava und Asche bis auf drei Kilometer Höhe ausgespuckt. Der Vulkan brach zuletzt 1984 und 2000 aus. Er liegt 760 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago de Chile.

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