Kevin Spacey muss vor Gericht erscheinen. Foto: dpa-Zentralbild

Ein Richter hat angeordnet, dass US-Schauspieler Kevin Spacey einem Gerichtstermin zu Vorwürfen eines sexuellen Übergriffs nicht fernbleiben darf.

Boston - US-Schauspieler Kevin Spacey darf einem Gerichtstermin zu Vorwürfen eines sexuellen Übergriffs nicht fernbleiben. Dies ordnete Richter Thomas Barrett am Montag an und erteilte damit einem Antrag der Anwälte des früheren Stars der TV-Politserie „House of Cards“ eine Absage.

Diese hatten argumentiert, dass eine Anwesenheit Spaceys bei der für den 7. Januar geplanten Anklageverlesung beim Bezirksgericht in Nantucket im Staat Massachusetts nur die „negative öffentliche Aufmerksamkeit und den Medienrummel verstärkt, die durch den Fall ohnehin entstanden“ sei. Das Risiko für eine nachteilige Beeinflussung potenzieller Jury-Mitglieder werde dadurch erhöht, ergänzte Spaceys Verteidigerin Juliane Balliro letztlich vergeblich.

Spacey veröffentlichte Video im Stil der House-of-Cards-Figur

Die Ex-Nachrichtensprecherin Heather Unruh war erstmals im November 2017 mit dem Vorwurf an die Öffentlichkeit gegangen, dass Spacey ihren 18-jährigen Sohn 2016 bei einer Zufallsbegegnung in einem Kneipenrestaurant begrapscht habe. Dem 59-jährigen Oscarpreisträger wird sexuelle Nötigung und Körperverletzung vorgeworfen. Er hat bereits angekündigt, auf nicht schuldig zu plädieren.

Vergangene Woche veröffentlichte Spacey ein Video, in dem er im Stile der „House of Cards“-Figur Frank Underwood erklärte: „Ich werde bestimmt nicht den Preis für die Sache zahlen, die ich nicht begangen habe.“ Worauf er genau anspielte, war unklar.

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