Ein erstes Neugierkitzler-Bild zum nächsten Asterix-Band: Von der weiblichen Heldin ist vorerst nur der Schatten zu sehen. Foto: Asterix ® - Obelix ® / © 2017 LE

Zuletzt ritten die unbeugsamen Gallier im gestreckten Galopp durch Italien. Im nächsten „Asterix“ sorgt ein junges Mädchen für Unruhe. Autor und Zeichner versprechen: Dann herrsche eine andere Stimmung als sonst.

Paris - Im nächsten Comic-Abenteuer von Asterix und Obelix wird es Wirbel um ein Mädchen mit einem prominenten Vater geben. „Die Helden werden immer noch Asterix und Obelix sein, aber die Geschichte beginnt mit dem Auftauchen eines jungen Mädchens“, sagte der Autor Jean-Yves Ferri am Mittwoch bei der Vorstellung des neuen Heftes, das am 24. Oktober erscheinen soll. Diesmal herrsche eine ganz andere Stimmung vor, ergänzte der Zeichner Didier Conrad, der live zugeschaltet wurde.

Der Titel des Albums lautet „Die Tochter des Vercingetorix“. Er habe schon immer etwas mit dem Gallierfürsten machen wollen. Da Vercingetorix aber eine historisch verbürgte Figur sei, habe er eine Tochter erfunden, erläuterte Ferri. Man wisse nur wenig über den legendären Arverner-Häuptling. Er sei früh gestorben, deshalb gehe man davon aus, dass er in Wirklichkeit keine Tochter gehabt habe, sagte Ferri der Deutschen Presse-Agentur.

Das verdrängte Alesia

Der legendäre Arverner-Häuptling Vercingetorix hatte rund um das Jahr 50 vor Christi den letzten großen Aufstand der Gallier gegen die Legionen Roms angeführt. Bei der Schlacht von Alesia in Burgund hatte er sich dem Feldherrn und Staatsmann Julius Caesar geschlagen geben müssen.

Die Niederlage ist schon in mehreren Asterix-Abenteuern aufgegriffen worden. „Alesia? Ich kenne kein Alesia! Ich weiß nicht, wo Alesia liegt! Niemand weiß, wo Alesia liegt“, geiferte Asterix’ Dorfchef Majestix bereits an anderer Stelle über das gallische Trauma.

Erfahrungen der Väter

„Man habe versucht, die Geschichte eines Teenagermädchens zu erzählen, das in einem Dorf auftaucht, das vor allem aus Machos besteht“, erzählte Ferri weiter. Da er und sein Kollege beide Väter von Töchtern seien, habe man sich vieles gut vorstellen können.

Mit dem neuen Album wird gleich ein doppeltes Event begangen: Zu feiern sind der 60. Geburtstag des Erscheinens des ersten Albums in Frankreich im Oktober 1959 sowie der 30. Geburtstag des Asterix-Freizeitparks bei Paris. In Deutschland erschienen die Geschichten der beiden Helden erstmals 1968.

Noch immer ein Verkaufsschlager

Das Duo Ferri und Conrad hat im Jahr 2011 die Nachfolge von Albert Uderzo angetreten. Er hatte die Figuren Asterix und Obelix 1959 gemeinsam mit dem Autor René Goscinny geschaffen. Nach dessen überraschendem Tod im Jahr 1977 machte Uderzo zunächst allein weiter.

Nach „Asterix bei den Pikten“ und „Der Papyrus des Cäsar“ und „Asterix in Italien“ ist das nächste Heft der vierte Band, den das Duo gemeinsam entwirft. Seit Beginn der Serie wurden die Asterix-Geschichten in 110 Sprachen und Dialekte übersetzt sowie weltweit in mehr als 370 Millionen Bänden verkauft. Auch im Kino sind die Figuren längst erfolgreich.

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