Die Polizei hat in Ludwigsburg einen Hochzeitskorso gestoppt. (Symbolbild) Foto: dpa/Roland Weihrauch

Aus einem Hochzeitskorso heraus sollen am Samstagnachmittag in Ludwigsburg Schüsse gefallen sein. Als die Polizei den Korso stoppt, werden die Beamten fündig.

Ludwigsburg - Die Polizei hat am Samstagnachmittag einen Hochzeitskorso, der aus rund 20 Autos bestand, in der Marbacher Straße in Ludwigsburg gestoppt, nachdem offenbar Schüsse aus teilnehmenden Fahrzeugen abgegeben worden waren. In einem der Fahrzeuge stellten Beamten zwei Schreckschusswaffen sowie knapp 90 Platzpatronen sicher.

Wie die Polizei meldet, hatten in Marbach am Neckar wohnende Zeugen gegen 14.30 Uhr die Beamten alarmiert. Ihnen sei ein Hochzeitskorso aufgefallen, der sich nun auf der Kreisstraße 1695 von Marbach am Neckar in Richtung Ludwigsburg-Poppenweiler bewegen würde. Die Zeugen hatten beobachtet, wie aus einem der Fahrzeuge Schüsse abgegeben worden seien. Mehrere Streifenwagenbesatzungen der Polizeireviere Marbach am Neckar, Bietigheim-Bissingen und Ludwigsburg wurden daraufhin zusammengezogen, um den Korso zu stoppen und zu kontrollieren.

In der Marbacher Straße im Bereich einer Tankstelle stellten die Polizisten schließlich 14 Fahrzeuge fest. Da es Hinweise gab, dass aus einem BMW geschossen worden war, wurde dieser durchsucht. Auf der Rücksitzbank entdeckten die Polizisten dabei eine verschlossene sowie eine geöffnete Packung Platzpatronen. Der 21-jährige Fahrer und der 23 Jahre alte Beifahrer übergaben daraufhin freiwillig zwei Schreckschusswaffen, die sich unter ihren Sitzen befanden. Die beiden Tatverdächtigen müssen nun mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz rechnen. Nach der Kontrolle konnten die Autofahrer weiterfahren.

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