Die Einsatzkräfte wollten am Brøndby Strand ein Feuer in einem Schrebergartenhaus löschen. Foto: imago images/Ritzau Scanpix/presse-fotos.dk via www.imago-images.de

Dänische Feuerwehrleute rücken in einem Kopenhagener Vorort zu einem Einsatz aus und werden beim Löschen von Feuerwerkskörpern beschossen. Es ist nicht der erste Vorfall in den vergangenen Tagen.

Kopenhagen - Dänische Feuerwehrleute sind beim Löschen eines Brandes mit Feuerwerkskörpern beschossen worden. Ein Feuerwehrmann sei bei dem Vorfall in der Kopenhagener Vorortgemeinde Brøndby am Sonntag unter dem Auge von einem Splitter getroffen worden, sagte ein Polizeisprecher dem dänischen Fernsehsender TV2.

Der Mann wurde demnach im Krankenhaus behandelt, zog sich aber keine schwereren Verletzungen zu. Er war gemeinsam mit seinen Kollegen nach Brøndby Strand gerufen worden, um dort ein Feuer in einem Schrebergartenhaus zu löschen. Verdächtige wurden noch nicht gefasst.

Diskussion über Verschärfung der Regeln

In Dänemark wurden Polizei- und Rettungskräfte in den vergangenen Tagen mehrmals mit Feuerwerkskörpern beschossen, darunter am Samstag ein Streifenwagen in der Stadt Aarhus. Im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro schossen Jugendliche zudem mit Feuerwerkskörpern auf vorbeifahrende Autos und Busse.

Das führte unter anderem dazu, dass die dänische Politik darüber diskutiert, die Regeln zum Gebrauch von Feuerwerk zu verschärfen. Bislang darf in Dänemark vom 27. Dezember bis 1. Januar geböllert werden - mehrere Parteien sind nun dafür, das nur noch an Silvester zu erlauben.

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