In Atlanta gab es einen tödlichen Polizeieinsatz, der nun untersucht wird. Foto: AP/Steve Schaefer

Nach einem tödlichen Schusswaffeneinsatz der Polizei gegen einen Afroamerikaner in Atlanta sind Ermittlungen zum Vorgehen der Beamten eingeleitet worden.

Atlanta - Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd wird in der US-Großstadt Atlanta der Fall eines durch Polizisten erschossenen Afroamerikaners untersucht. Das Kriminalamt GBI des Bundesstaates Georgia stellte den Fall vom Freitagabend (Ortszeit) so dar: Die Polizei sei zu einem Schnellrestaurant gerufen worden, in dessen Autoschlange ein Mann in einem Wagen eingeschlafen war. Andere Fahrzeuge hätten an ihm vorbei fahren müssen. In der Folge habe der 27-jährige Mann, der in dem Auto saß, einen durchgeführten Nüchternheitstest nicht bestanden und sollte in Gewahrsam genommen werden.

Dabei sei es zu einem Kampf gekommen. „Zeugen berichten, dass das männliche Subjekt während des Kampfes den Taser (eines Polizisten) ergriff“. Im Kampf um dieses Elektroimpulsgerät, mit dem Verdächtige außer Gefecht gesetzt werden können, habe ein Beamter mit seiner Pistole auf den Afroamerikaner geschossen. Er starb den Angaben zufolge kurze Zeit später im Krankenhaus.

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Im Netz kursierte ein nicht verifizierbares Video, das den Vorfall zeigen soll. Dem GBI sei bekannt, dass in den sozialen Medien ein Video veröffentlicht wurde, das von Zeugen des Vorfalls aufgenommen wurde, erklärte die Behörde auf Twitter. Das Video werde geprüft.

Seit dem Tod von George Floyd Ende Mai in Minneapolis kommt es in vielen Städten der Vereinigten Staaten zu Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus. Ein weißer Polizeibeamter hatte sein Knie in den Nacken des am Boden liegenden Mannes gedrückt - trotz dessen wiederholter Bitten, ihn atmen zu lassen. Der Polizist und drei an dem Einsatz beteiligte Kollegen wurden entlassen, festgenommen und angeklagt. Floyd war wegen des Verdachts, mit einem falschen 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben, festgenommen worden.

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