Das Innengehege in dem Australienhaus Terra Australis (Archivbild). Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Nachdem im Dunkelbereich der Wilhelma zwei Kinder verletzt wurden, blieb das Australienhaus geschlossen. Jetzt hat der Zoo den Bereich wieder geöffnet – mit verschärften Maßnahmen.

Nach der Schließung des Nachttierbereichs im Stuttgarter Zoo Wilhelma wegen der Verletzung zweier Kinder hat dieser wieder geöffnet. Die „Terra Australis“ sei seit Montag wieder zugänglich, teilte der Zoo mit. In Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden seien dort Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen ergriffen worden. So sei das Areal besser ausgeleuchtet. Auch seien mehr Mitarbeiter präsent. 

 

Ende April waren zwei Kinder an verschiedenen Tagen in dem besonders dunkel gestalteten Bereich offenbar von einem Unbekannten verletzt worden. In einem Fall betraf es eine Dreijährige auf dem Arm ihrer Mutter, der eine kleine Wunde am Bein zugefügt wurde.

Einige Tage zuvor hatte ein Sechsjähriger eine kleine Wunde am Rücken davongetragen. Die beiden Kinder wurden durch Rettungskräfte vor Ort medizinisch versorgt. Laut Polizei war nicht auszuschließen, dass die Verletzungen mutwillig zugefügt wurden.

Keine neuen Erkenntnisse

Die Polizei hat nach Angaben eines Sprechers weiter keine neuen Erkenntnisse und keine andere Erklärung als einen Angriff. Die Ermittler haben keine scharfen Gegenstände oder Ecken gefunden und auch eine Verletzung etwa durch die Kralle eines Tieres ausgeschlossen. Neue Hinweise gebe es nicht, sagte der Sprecher.

„Die Vorfälle haben uns sehr betroffen gemacht. Die Sicherheit unserer Besucherinnen und Besucher hat für uns höchste Priorität. Deshalb haben wir die vergangenen Tage intensiv genutzt, um den Besucherbereich nochmals umfassend zu überprüfen und zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen“, teilte Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin mit.