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Nach 0:2-Niederlage seines Clubs hegt der Ex-VfB-Star wenig Hoffung auf einen Erfolg der Moskauer.

Moskau - Kevin Kuranyi macht sich vor dem Playoff-Rückspiel in der Europa League gegen seinen Ex-Club VfB Stuttgart angesichts der 0:2-Niederlage im Hinspiel keine Illusionen. „Es wird ganz schwierig, da müssen wir uns nichts vormachen“, sagte der Kapitän von Dynamo Moskau im Interview. „Aber Fußball ist ein verrücktes Spiel - da hat man schon so viel erlebt.“ Dynamo habe sich noch nicht aufgegeben und werde alles versuchen, in die Gruppenphase einzuziehen.

Ist ein Weiterkommen gegen Stuttgart noch realistisch?

„Es wird ganz schwierig, da müssen wir uns nichts vormachen. Aber Fußball ist ein verrücktes Spiel - da hat man schon so viel erlebt. Wir haben jedenfalls noch nicht aufgegeben und werden alles versuchen, doch noch in die nächste Runde einzuziehen.“

Das Hinspiel hat Dynamo 0:2 verloren, Sie wurden ausgewechselt und teilweise auch ausgepfiffen. War das eine enttäuschende Rückkehr?

„Ach, das gehört zum Fußball. Die Fans sind enttäuscht, dass ich damals den Club verlassen habe, das ist normal. Natürlich ist es nicht toll, ausgepfiffen zu werden, aber ich kann damit leben.“

Was macht der neue Dynamo-Trainer Dan Petrescu anders?

„Ich bin generell kein Freund von Vergleichen. Völlig unabhängig von anderen Trainern kann ich über ihn aber sagen: Dan Petrescu ist ein Trainer, der Leidenschaft und Engagement vorlebt und auch Wert auf Disziplin legt. Außerdem hat er einen klaren Plan und arbeitet viel im taktischen Bereich.“

Sie wurden vor der Saison zum Spielführer ernannt, und dann startete die Mannschaft mit fünf Niederlagen. Wie sehr nagt das an Ihnen?

„Natürlich macht man sich seine Gedanken - aber das würde ich auch, wenn ich nicht Spielführer wäre. Ich bin ehrgeizig und will mit Dynamo etwas erreichen. Aber es hilft nichts, sich deshalb verrückt zu machen. Die beste Methode, den Kopf frei zu bekommen, sind Siege wie am vergangenen Wochenende gegen Lokomotive Moskau.“

War das 3:2 bei Lokomotive schon der Wendepunkt oder ein Strohfeuer?

„Ich hoffe natürlich, dass das der Wendepunkt war. Das lässt sich nach einem Spiel allerdings noch nicht sagen - aber es war sicher ein Schritt in die richtige Richtung.“

Wie lautet nach dem Fehlstart das Saisonziel?

„Wir tun in unserer aktuellen Situation gut daran, uns an eine der ältesten Fußballer-Weisheit überhaupt zu halten - und immer von Spiel zu Spiel zu schauen.“

Glaubt man den Medienberichten, könnte nach Andrej Woronin, der an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen wurde, nun auch Zvjezdan Misimovic Dynamo verlassen. Ist es sicher, dass er in Moskau bleibt?

„Dazu kann ich gar nichts sagen.“

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