Susanne Eisenmann und Winfried Kretschmann haben am Dienstagabend bei einem Rededuell teilgenommen. (Archivbild) Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Susanne Eisenmann hat Winfried Kretschmann bei einem Rededuell zur Landtagswahl vorgeworfen, dass die grün-rote Vorgängerregierung zu wenig zur Vorbeugung des derzeitigen Lehrermangels getan habe. Kretschmann räumte rückblickend Fehler in der Bildungspolitik ein.

Stuttgart - Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat rückblickend Fehler in der Bildungspolitik seiner grün-roten Vorgängerregierung eingeräumt. CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann (CDU) warf Kretschmann bei einem Rededuell der „Südwest Presse“ zur Landtagswahl am Dienstagabend vor, dass die Koalition mit der SPD (2011 - 2016) zu wenig zur Vorbeugung des derzeitigen Lehrermangels getan habe.

Kretschmann antwortete, er habe sich damals auf Zahlen des Statistischen Landesamts verlassen, die einen enormen Rückgang der Schülerzahlen prognostiziert hatten. Dabei habe man aber die Einwanderung aus europäischen Ländern zu gering eingeschätzt. Dadurch sei es tatsächlich zu Fehlplanungen gekommen.

„Ich muss zugeben, ich war da der Bösewicht“, sagte er. Man habe die Politik aber sofort korrigiert, als deutlich geworden sei, dass die Zahlen nicht zutreffen. Eisenmann entgegnete, für den Lehrermangel sei mehr die Pensionierungswelle entscheidend als die Schülerzahlen.

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