Schon wieder eine Flüchtlingstragödie vor Lampedusa. Zwar konnten Rettungskräfte rund 200 Menschen retten. Doch für Dutzende Migranten kam jede Hilfe zu spät.

Rom - Nach einem neuen Schiffsunglück vor der italienischen Insel Lampedusa ist die Zahl der Opfer auf 34 gestiegen. Das berichtete die Nachrichtenagentur ANSA unter Berufung auf italienische Behörden. Demnach konnten insgesamt 206 Menschen gerettet werden. Das Flüchtlingsboot war am Freitag zwischen Malta und Lampedusa gekentert.

22 Leichen wurden nach Lampedusa gebracht, vier weitere Tote seien auf dem Weg nach Malta, meldete Ansa. Zu dem Unglück sei es angeblich gekommen, als Passagiere versucht hätten, eine maltesische Patrouille auf ihr Schiff aufmerksam zu machen.

Vor Lampedusa hatte sich bereits am Donnerstag vergangener Woche eine Schiffstragödie ereignet. 339 Leichen sind bislang geborgen worden. 155 Flüchtlinge konnten nach dem Schiffbruch gerettet werden. Möglicherweise steigt die Zahl der Opfer weiter, denn nach Angaben von Überlebenden sollen insgesamt 545 Menschen an Bord des Bootes gewesen sein. Damit wäre das Schicksal von 51 Flüchtlingen noch nicht geklärt.

Trotz dieser Tragödien machen sich weiterhin Bootsflüchtlinge von Nordafrika aus auf den Weg nach Europa. Die italienische Küstenwache half 85 Migranten, die auf einem Boot etwa 85 Seemeilen südlich von Lampedusa gestrandet waren und fing ein weiteres Schiff mit 183 Flüchtlingen an Bord kurz vor der Küste der winzigen Mittelmeerinsel ab.

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