Zum Teil setzen sich die Flüchtlingen sogar in Holzboote (Archiv-Bild). Foto: AP

In den vergangenen Tagen sind 220 Flüchtlinge vor der Küste Libyens im Mittelmeer ertrunken. Das gab das UN-Flüchtlingshilfswerks bekannt.

Genf - Vor der Küste Libyens sind nach Informationen des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) in den vergangenen Tagen bei mehreren Unglücken etwa 220 Menschen ertrunken. „Das ist eine konservative Schätzung“, sagte UNHCR-Sprecher William Spindler am Freitag in Genf. Die Retter hätten die Zahlen nach Angaben von Überlebenden zusammengetragen. Mehrere Leichen seien geborgen worden.

Unter anderem sei am Dienstag ein Holzboot gesunken. Nach Schätzungen seien 100 Menschen an Bord gewesen, aber nur fünf hätten das Unglück überlebt. Die libysche Küstenwache habe sie gerettet. Am selben Tag sei ein Gummiboot mit 130 Menschen an Bord gesunken. Fischer hätten nur 60 der Bootsinsassen retten können. Am 20. Juni hätten andernorts auf See gerettete Flüchtlinge und Migranten von 50 Mitreisenden berichtet, die ertrunken seien.

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