Superstar Bono setzt sich seit jeher für Menschenrechte und Frieden ein Foto: StarMaxWorldwide/imagecollect.com

Ehre, wem Ehre gebührt: Dieser Ansicht war Musiker Bono an seinem 60. Geburtstag, den er zum Anlass nahm, um 60 Fanbriefe an andere Künstler zu verfassen.

Wer wie Bono am vergangenen Sonntag seinen 60. Geburtstag erreicht, lässt sich in aller Regel gehörig feiern. Nicht so der U2-Sänger, der den Spieß stattdessen sogar umdrehte. Er nutzte den runden Ehrentag, um eine Liste mit 60 Songs der unterschiedlichsten Künstler auf YouTube zu veröffentlichen, die ihm laut der Beschreibung "das Leben gerettet haben." Auf der offiziellen Homepage seiner weltberühmten Band wolle er nun nach und nach jedem einzelnen seiner "Lebensretter" mit einem individuellen Brief danken.

Den ersten sechs großen Namen hat er diese Ehre bereits zuteilwerden lassen. So bedankte er sich bereits bei Newcomerin Billie Eilish (18) für ihren Song "Everything I Wanted", wandte sich an David Bowies (1947-2016) Sohn Duncan Jones (48) für den Hit "Life On Mars?", und adressierte in weiteren Briefen den ebenfalls verstorbenen Luciano Pavarotti (1935-2007, "Miserere") sowie die Bands Massive Attack ("Save From Harm") und Daft Punk feat. Pharrell Williams ("Get Lucky").

Und auch eine deutsche Band bedachte Bono bereits per "Fanbrief": Bei den beiden Kraftwerk-Machern Ralf Hütter (73) und Florian Schneider (1947-2020) bedankte er sich für das Lied "Neon Lights" unter anderem mit den Worten: "Ich bin nun schon seit vielen Jahren ein Fan. 'Neon Lights' ist ein Song, der eine Zukunft erschaffen hat, die inzwischen so familiär geworden ist." Am Ende erwähnt er noch einmal speziell Hütter und ehrt den erst am 30. April dieses Jahres verstorbenen Schneider.

54 Briefe stehen noch aus

Da Bono seine Faszination für jeden einzelnen Song durchaus ausführlich schildert, hat er bei den ausstehenden 54 Briefen noch einiges an Arbeit vor sich. Zu schreiben hat er unter anderem noch Elton John (73, "Daniel"), Madonna (61, "Ray of Light"), Adele (32, "Chasing Pavements"), Nick Cave (62; "Into My Arms") oder Bob Dylan (78, "Most of the Time").

Auch vielen verstorbenen Stars muss er noch gedenken. Darunter etwa Johnny Cash (1932-2003, "Hurt"), Elvis Presley (1935-1977, "Heartbreak Hotel"), Prince (1958-2016, "When Doves Cry") oder Lou Reed (1942-2013, "Satellite of Love"). Einzig ein Name taucht in der Liste doppelt auf: Dem 2016 verstorbenen David Bowie, dem er schon für "Life on Mars?" schrieb, muss er zu gegebener Stunde auch noch für den Song "Heroes" danken.

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