Sue Jin Kang hier mit Friedemann Vogel, Marijn Rademaker, Jason Reilly und Filip Barankiewicz in Fratres 1986 von John Neumeier. Foto: Stuttgarter Ballett

Seit 1997 ist die Koreanerin Sue Jin Kang Erste Solistin am Stuttgarter Ballett. Von 2015 an soll die vom Stuttgarter Ballettpublikum gefeierte Primaballerina das Nationalballett in ihrer Heimat Korea leiten.

Seit 1997 ist die Koreanerin Sue Jin Kang Erste Solistin am Stuttgarter Ballett. Von 2014 an soll die vom Stuttgarter Ballettpublikum gefeierte Primaballerina das Nationalballett in ihrer Heimat Korea leiten.

Stuttgart - Sue Jin Kang, die Erste Solistin des Stuttgarter Balletts, wird Direktorin des Koreanischen National Balletts. Die Kammertänzerin wurde vom Kultusminister von Südkorea berufen, wie das Stuttgarter Ballett am Dienstag mitteilte. Der Vertrag läuft ab Januar 2014 und zunächst über drei Jahre. Sue Jin Kang kam 1986 nach Stuttgart, Intendant Reid Anderson machte sie 1997 zur Ersten Solistin. Ihre Abschiedsvorstellung in Stuttgart ist für 2016 geplant.

Sie gilt als eine der beliebtesten Tänzerinnen. Ihr Repertoire umfasst eine Vielzahl an führenden Rollen in klassischen, neoklassischen und zeitgenössischen Stücken. 1999 gewann sie den „Oscar des Tanzes“, der Prix Benois de la Danse für ihre Leistung in der Titelrolle von John Neumeiers Kameliendame.

In ihrer Heimat ist sie ein Star

In ihrer Heimat werde Sue Jin Kang verehrt, hieß es, da sie eine der ersten Koreanerinnen ist, die es an die Spitze einer führenden europäischen Ballettcompagnie geschafft hat. „Ich freue mich, meine Erfahrung an die Tänzer weiterzugeben als Coach und Leiterin, und vor allem unserem koreanischen Publikum ein breitgefächertes Repertoire zu bieten.“ Anderson freut sich über die Berufung: „Sue Jin Kang wird eine hervorragende Ballettdirektorin sein.“ Ihr Wissen über den Tanz sei immens, sie sei weltweit vernetzt. „Und sie ist seit vielen Jahren ein phänomenales Vorbild für alle meine Tänzer.“

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