Die Kundler Guggenmusiker marschieren durchs WM-Dorf – und wer ein Gläschen dabei hat, darf sich bei der Dame etwas aus dem Fässchen abholen Foto: STZN/Jürgen Kemmner

Wir küren bei der Biathlon-WM in Antholz nicht den besten Schützen, sondern Leute rund um die WM, die auf andere Weise voll ins Schwarze treffen. Heute: die Kundler Guggenmusiker.

Antholz - Narcotic. Der Song der deutschen Alternative-Rockband Liquido aus dem Jahr 1997. Der gecovert (für die Älteren: neu aufgelegt) wurde vom DJ-Duo YouNotUs im vergangenen Sommer. Sie wissen schon: „Dö dö dö dö dö dö dö dödööö - dö dö dö dö dö döööö …“ Den haben auch die Kundler Guggenmusiker drauf – und sie begeisterten damit die Biathlon-Fangemeinde bei der WM in Antholz. Beim Weltcup in Hochfilzen waren sie auch schon, denn Biathlon ist bekanntlich mehr als Skilanglauf mit Schießeinlagen. Biathlon ist auch gute Laune, gewürzt mit einer Prise Verrücktheit. Die Kundler Guggenmusiker zogen mit 20 Musikern, Pauken, Trompeten und Posaunen durchs WM-Dorf – eine Frau ging voraus, um den Weg frei zu machen. Denn von der gelben Truppe, die aus der Nähe von Kufstein kommt, wurden bestimmt mehr Fotos geschossen als von Italiens Liebling Dorothea Wierer – was aber garantiert daran lag, dass die Südtirolerin nicht musizierend durchs WM-Stadion gepilgert ist, sondern dort auf Scheiben geschossen hat. Wer bei der Vorangehfrau der Kundler mit einem Schnapsglas antanzte, der bekam aus ihren Fässchen eine Füllung. Denn die erfahrenen Biathlon-Fans haben selbstverständlich stets ein Trinkgefäß bei sich. Biathlon ist bekanntlich mehr als Skilanglauf mit Schießeinlagen. Da darf man auch mal einen kleinen Zwitschern – bis die Band im Kopf nur noch „Narcotic“ spielt. „Dö dö dö dö …

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: