Die Verbandsliga-Volleyballerinnen des VfL Sindelfingen haben zwei souveräne Siege eingefahren. Die große Frage: Können sie sich davon am Saisonende überhaupt etwas kaufen?
Der Lauf der Verbandsliga-Volleyballerinnen des VfL Sindelfingen hält an. Durch zwei Erfolge am Heimspieltag haben sie Tabellenplatz zwei erobert.
Dieser Rang, der zur Teilnahme an einer Aufstiegsrunde in die Oberliga berechtigt, kann ihnen im direkten Duell am 22. März nur noch der FV Tübinger Modell III streitig machen. Da dieser aber gar nicht erst für die Relegation gemeldet hat, wäre der VfL Sindelfingen auch als Tabellendritter für eben jene Relegation qualifiziert.
VfL Sindelfingen in der Relegation – aber bringt das überhaupt etwas?
Das Problem an der Sache: Durch die aktuelle Konstellation in den höheren Ligen könnte es sein, dass es am Ende gar keine freien Plätze in der Oberliga gibt – und damit möglicherweise auch keinen Aufsteiger aus der Relegation. Gespielt wird diese jedoch trotzdem.
Doch das ist Zukunftsmusik. Zunächst durfte der VfL Sindelfingen noch einmal vor heimischen Publikum an einem regulären Doppelspieltag ran. Dabei setzte er sich zunächst mit 3:0 gegen Schlusslicht FV Tübinger Modell II durch. Die Gastgeberinnen dominierten die Partie von Beginn an und ließen dem Gegner nie eine echte Chance.
VfL Sindelfingen braucht Zeit, um in den Rhythmus zu finden
Trainer Oliver Dostal nutzte die einseitige Begegnung, um Spielerinnen aufs Feld zu schicken, die sonst weniger Einsatzzeit bekommen – und die machten ihren Job gut. Schon im ersten Satz setzten sie sich früh ab und zogen ihn mit 25:14 klar auf ihre Seite.
Im zweiten wurde diese Überlegenheit dann noch klarer: Mit druckvollen Aufschlägen dominierten die Sindelfingerinnen. Ihre Kontrahentinnen zeigten beim 25:8 kaum Gegenwehr. Der VfL behielt weiter die Kontrolle und sorgte mit dem 25:17 für den 3:0-Erfolg. „Der Gegner hat uns vor keinerlei Herausforderungen gestellt“, bilanzierte der Coach.
TSV Bartenbach entpuppt sich als Herausforderung für den VfL Sindelfingen
Dass der Tag aber durchaus noch eine Herausforderung parat hatte, zeigte sich zu Beginn der anschließenden Partie. Mit dem TSV Bartenbach wartete ein Gegner mit mehr Qualität. „Nach dem sehr einseitigen Auftaktspiel brauchten wir zunächst einige Zeit, um in den Rhythmus zu finden“, analysierte Dostal.
Dabei schien sein Team zu Beginn auf einem guten Weg zu sein. Beim Stand von 21:16 war der Satzgewinn eigentlich schon fast eingetütet, doch eine schwache Phase brachte den Gegner zurück ins Spiel. So ging der Durchgang doch noch mit 22:25 verloren.
VfL Sindelfingen macht es zum Ende hin nochmal unnötig spannend
Danach fanden die Hausherrinnen allerdings deutlich besser in die Partie und drehten sie durch das 25:11 und 25:16. Im vierten Abschnitt kontrollierten sie über weite Strecken das Geschehen, doch machten es zum Ende hin noch mal unnötig spannend. Mit dem 24:16 erspielten sie sich gleich acht Matchbälle – erst der sechste sorgte mit dem 25:23 für den 3:1-Endstand.
Bevor es in der Liga weitergeht wartet auf den VfL Sindelfingen das VLW-Pokal-Halbfinale. Am Mittwoch (20 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) geht es gegen den TSV Georgii Allianz Stuttgart. „Das ist für uns das Highlight der Saison, denn wann spielt man schon mal gegen einen Drittligisten?!“, ist die Vorfreude bei Oli Dostal und seinen Schützlingen groß.