Der Saisonstart in der Volleyball-Verbandsliga der Frauen holperte bei der SpVgg Holzgerlingen noch, doch am Doppelheimspieltag entfaltete das junge Team nun sein volles Potenzial.
„Was für ein Tag, was für eine Leistung!“ Rainer Krisch kommt ins Schwärmen, wenn er den Doppelspieltag seiner Verbandsliga-Volleyballerinnen von der SpVgg Holzgerlingen Revue passieren lässt. „Mit den zwei klaren 3:0-Siegen, bei denen alle Spielerinnen zum Einsatz kamen, und damit sechs Punkten sind wir wieder voll im Soll.“
Gegen den aufgrund der bisherigen Ausbeute favorisierten VC Baustetten starteten seine Schützlinge hoch motiviert, voll konzentriert und mit großer Spiellaune. „Man merkte ihnen an, dass sie zeigen wollten, was sie können“, nickte ihr Coach. Ein Blitzstart mit guten Aufschlägen und dominantem Offensivverhalten brachte eine 7:1-Führung. Roxi Hablitzel glänzte mit klugen Zuspielen, der starke Mittelangriff zog sich durch die gesamte Partie.
Der erfahrene Kontrahent war überrascht von diesem Auftritt der jungen Gastgeberinnen. Nach deren 25:12 im ersten Satz verlief der zweite ähnlich. Bis zum 5:5 blieben die Gäste dran, „dann konnten sie gegen unser konsequentes Spiel nicht mehr mithalten“, kommentierte Rainer Krisch das 25:14, zu dem auch einige Angabenasse beitrugen. Auch im dritten Abschnitt lief alles nach Plan, und das 25:10 war sogar noch deutlicher. „Das war mehr als überzeugend“, lobte der Übungsleiter.
Auch gegen den FV Tübinger Modell II bemerkte er kein Nachlassen. „Der Matchplan war, auch hier zu dominieren.“ Das setzten seine Mädels mit viel Variabilität in die Tat um. Über 5:1 und 18:10 ging es bis zum 25:11 einseitig weiter. Die Unistädterinnen ließen sich zwar nicht beeindrucken, doch was die Truppe von der Schönbuchlichtung an diesem Nachmittag ablieferte, war nah an der Perfektion. Folgerichtig ging auch der zweite Durchgang beim 25:14 eindeutig an die Einheimischen. Der dritte war mit 25:11 nur noch Formsache.
„In unseren Einheiten ist es immer wieder ein Inhalt, dass wir aus jedem Ball etwas machen wollen“, erklärte Rainer Krisch. „Das klappte heute optimal.“ Allen voran war das bei Kapitänin Joline Glaßmann der Fall. „Würde ich heute einen MVP wählen, ginge der Titel klar an sie. Sie war einfach genial, wie eigentlich das ganze Team.“