Aufschlag: Am Sonntag beginnt für die TSF Ditzingen die Regionalliga-Runde – mit einer neuen Spielerin auf der Zuspiel-Position. Foto: Andreas Gorr

Großer Umbruch beim Volleyball-Regionalligisten mit sechs Ab- und vier Zugängen. Saisonstart am Sonntag in eigener Halle gegen Absteiger DJK Schwäbisch Hall.

Bei den Volleyballerinnen der TSF Ditzingen hat sich im Kader einiges bewegt in der Sommerpause: Sechs Spielerinnen haben den Regionalligisten verlassen, vier sind neu im Kader. „Wir sind sehr zufrieden damit, wie das Team jetzt aussieht“, sagt Kapitänin Ute Busch vor dem Saisonstart an diesem Sonntag (15 Uhr) in eigener Halle gegen DJK Schwäbisch Gmünd.

 

Nicht mehr im grün-weißen Trikot spielen Noemi Blanke, Gwen Szabo, Stefanie de Chazal (alle zu Allianz Stuttgart), Lena Lübke (SV Fellbach), Valeria Schaitel (Auslandssemester) und Melina Becker, die Mutter wird. Zudem hat Co-Trainer Vincent Mattes die Mannschaft verlassen. Neu bei den TSF im Team sind Sandra Kourlos (zurück aus der Kinderpause) und Nina Berberich (kommt von Landesligist Höpfigheim) sowie Nina Gminder und Samira Rhattas (beide von Allianz Stuttgart II).

Anja Tötemeier (re.) zählt weiter zum Team, Valeria Schaitel (Mi.) legt ein Auslandssemester ein. Foto: Andreas Gorr

Vor allem der Abschied der Zuspielerinnen Melina Becker und Valeria Schaitel haben den TSF besonders weh getan . „Damit hatten wir eine riesige Baustelle“, erzählt Ute Busch, „die wir in der Vorbereitung schließen mussten.“ So wurde Rika Wiedemann von der Außenangreiferin zur Zuspielerin umgeschult, Mittelblockerin Tamara Scheerer wird die Rolle der Ersatzfrau für diese Position ausfüllen. „Nach diesem Umbau müssen wir sehen, wie schnell das Zusammenspiel funktioniert“, sagt Ute Busch, die mit bald 32 Jahren wie Anja Tötemeier (41) und Lyubka Rund (36) zu den langjährigen Stützen der Mannschaft zählt.

Personalrochaden bei den TSF

Die Personalrochaden waren nicht die einzigen Faktoren, mit denen Trainer Lothar Benz zu kämpfen hatte. Zwar startete der Regionalligist im September mit Hallentraining, die Spielstätte war wegen verschiedener Maßnahmen zwei Wochen geschlossen und der Coach musste in der Umgebung nach Trainingsflächen suchen. „Es gab reichlich Widrigkeiten bei und, doch das hat nicht auf die Stimmung der Mannschaft geschlagen – die ist bestens“, erzählt Ute Busch.

Spielführerin Ute Busch (li.) geht in ihre sechste Saison bei den TSF Ditzingen. Foto: Pressefoto Baumann

Mit der Zusammenstellung des neuen Kaders ist die Spielführerin mehr als zufrieden. In den Vorbereitungsspielen hatte sich gezeigt, dass die TSF-Volleyballerinnen Vollgas geben und Biss zeigen – das das in der vergangenen Runde zu oft fehlte, hatte Ute Busch immer wieder beklagt. „Wir treten anders auf als in der Saison zuvor“, ist sie schon vor dem Start gegen Drittliga-Absteiger Schwäbisch Gmünd überzeugt, „es herrscht bei uns eine ganz andere Motivation.“

Die TSF Ditzingen peilen einen Platz im Mittelfeld an, wobei der Blick eher nach oben denn nach unten gerichtet sein soll. „Je nachdem, wie schnell wir uns finden“, betont Ute Busch, „wollen wir sehen, was geht.“ Ein großer Vorteil der neuen TSF sei: Die Last ist nicht mehr nur auf die Routiniers, sondern auf mehreren Schultern verteilt.