Feines Händchen: Pia Kästner ist Zuspielerin bei Allianz MTV Stuttgart und in der Nationalmannschaft. Foto: Baumann

Die Zuspielerin von Allianz MTV Stuttgart muss nach einer Operation pausieren und ist vorerst nicht mit der Nationalmannschaft unterwegs. Die EM hat sie aber fest im Blick.

Wenn an diesem Mittwoch der Kader des deutschen Volleyball-Nationalteams für die Nations League bekanntgegeben wird, fehlt ein prominenter Name: Pia Kästner (27), die Zuspielerin von Allianz MTV Stuttgart, ist bei den drei einwöchigen Turnieren, die ab 3. Juni in Quebec (Kanada), Ankara (Türkei) und Belgrad (Serbien) stattfinden, nicht dabei. Auch die Finalrunde ab 22. Juli in China käme, sollte sich die deutsche Mannschaft dafür qualifizieren, zu früh für die MTV-Regisseurin. Denn Pia Kästner musste sich erneut einem medizinischen Eingriff unterziehen.

 

Nach zwei Rücken-Operationen in den beiden vergangenen Jahren verletzte sie sich im CEV-Cup-Spiel Anfang Januar bei THY Istanbul bei einem Blockversuch an der Hand. Den Rest der Saison plagten sie Probleme mit dem Daumen, die nun eine OP nötig machten. Diese fand vor zwei Wochen in Heidelberg statt und verlief gut, erfordert aber eine sechswöchige Pause, und bis Pia Kästner wieder mit dem Ball arbeiten kann, wird es noch ein bisschen länger dauern. Ihren Optimismus hat Deutschlands Volleyballerin der Jahre 2023 und 2024 aber trotzdem nicht verloren. „Ich hoffe, dass ich zum Beginn der EM-Vorbereitung wieder einsteigen kann“, sagt sie, „und wenn es gut läuft, kann ich womöglich auch bei der Europameisterschaft dabei sein.“

Pia Kästner spielt in den Planungen von Konstantin Bitter eine zentrale Rolle

Das EM-Turnier wird ab 21. August in der Türkei, Tschechien, Schweden und Aserbaidschan ausgetragen. Obwohl sie die ersten Wochen der Vorbereitung in ihrem Verein verpassen würde, wenn sie den Sprung in den deutschen Kader schafft, wünscht Konstantin Bitter, der Trainer des Bundesligisten Allianz MTV Stuttgart, seiner Zuspielerin nur das Beste. Weil ein derartiges Karriere-Highlight natürlich auch Motivation für die Zeit danach ist – in der Pia Kästner in den Planungen des Stuttgarter Coachs eine zentrale Rolle einnimmt. „Sie wird in der nächsten Saison unangefochten die Zuspielerin Nummer eins bei uns sein“, sagt Konstantin Bitter, „und sie ist dank ihrer Erfahrung und ihrer spielerischen Qualität auch in einer absoluten Leader-Position. Sie wird eine der Persönlichkeiten sein, die das Team führen. Ich glaube fest an sie und unseren gemeinsamen Weg.“